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Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

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Klimawandel und Massenartensterben sind größte Bedrohung

Das menschliche Handeln führt zu Umweltzerstörung und Extremwetterereignisse, und damit wiederum zum Verlust der biologischen Vielfalt, zu gewaltsamen Konflikten und zu Flucht. Mit deutlichen Worten beschreibt ein Bericht, der auf einer weltweiten Befragung von rund 1000 Risikoexperten in Wirtschaft und Politik basiert, die vom Menschen verursachten zunehmenden Bedrohungen. Diese reichen von einem „mit Massensterben vergleichbaren Verlust der biologischen Vielfalt bis zur wachsenden Besorgnis über den möglichen Ausbruch neuer Kriege“.

Und dies ist keine kurzfristige Momentaufnahme, denn die Entwicklung reicht schon länger zurück und fast 60 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die globalen Risiken in diesem Jahr wachsen, während nur sieben Prozent glauben, dass sich die Lage entspannen wird, so fasst es das Handelsblatt zusammen. Aus Sicht der Risikoexperten geht von den Folgen aus Umweltzerstörung und Klimawandel derzeit die größte Gefahr für die Menschheit aus.

Eine Woche vor seinem jährlichen Treffen in Davos hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) seinen Global Risks Report 2018,vorgestellt. Darin werden bereits zum zweiten Mal in Folge extreme Wetterphänomene als gefährlicher als zum Beispiel Cyberangriffe oder zwischenstaatliche Konflikte bewertet. Nach den Extremwetterereignissen folgen Naturkatastrophen und das „Versagen der Menschheit“, sich an den Klimawandel und dadurch verursachte Migration anzupassen.

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Ökostrom auf Allzeithoch

Nicht nur, dass 2018 ist mit einem Rekord beim Ökostrom gestartet ist, wie der Thinktank „Agora Energiewende“ errechnete – zeitweise kamen am 1. Januar 95 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien – 2017 produzierten Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen rund 154 Milliarden Kilowattstunden Strom, ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Damit hat die Produktion klimafreundlichen Ökostroms in Deutschland hat ein neues Allzeithoch erreicht.

Und dies hat nicht der ökostromfreundliche Thinktank, sondern der Energiekonzerns Eon berechnet. Und dabei sind nicht einmal Biomasse-Anlagen eingerechnet, die weitere 38 Milliarden Kilowattstunden erzeugten, wie das Handelsblatt eine Meldung des Unternehmen am Mittwoch zitiert.

Die Zahlen für 2017 der AG Energiebilanzen liegen noch nicht vor, aber die letzten Quartalszahlen haben diesen Rekord schon vermuten lassen. Wie auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)  kurz vor Weihnachten bereits mitgeteilt hatte, stieg der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung stieg 2017 auf ein Drittel. Gleichzeitig legte der Stromverbrauch in Deutschland  2017 um knapp ein Prozent zu, der Erdgasverbrauch um gut fünf Prozent, wie der BDEW schätzt.

Die erneuerbaren Energien sind naturgemäß sehr vom Wetter abhängig und unterliegen daher starken saisonalen Schwankungen. Sowohl der September als auch der Dezember waren stürmisch, so dass Windräder in diesen beiden Monaten den Großteil des Ökostroms von jeweils um die 16 Milliarden Kilowattstunden erzeugten.

„Der Rekord ist ein schönes Zeichen dafür, dass wir bei der Energiewende vorankommen. Fast vollständig aus erneuerbaren Energien – für wenige Stunden zwar, aber immerhin: das ist ein gutes Zeichen“, sagt Agora-Geschäftsführer Patrick Graichen dem ZDF. Der Rekord am 1. Januar hatte verschiedene Gründe: vor allem starker Wind, dazu für wenige Stunden auch etwas Solarstrom. Wie immer an Feiertagen war zudem der Stromverbrauch etwas geringer.

Und noch etwas ist bezeichnend: Gut 60 Terawattstunden (Milliarden Kilowattstunden) verkaufte die Bundesrepublik im vergangenen Jahr per Saldo ins Ausland. U.a. profitierten die Schweiz und Frankreich vom deutschen Ökostrom, da dort immer öfter alte marode Kernkraftwerke abgeschaltet werden müssen. Die wirtschaftlichen Fakten stehen im eklatanten Gegensatz zur Kritik insbesondere von Windkraftgegnern, die Unwirtschaftlichkeit der WEA betonen. Denn für die Kraftwerksbetreiber war das ein gutes Geschäft. Sie nahmen unterm Strich rund 1,4 Milliarden Euro ein. Exporteinnahmen von 3,3 Milliarden Euro standen dabei Importkosten von 1,9 Milliarden gegenüber.

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Energiebilanz: Erneuerbaren steigern ihren Beitrag kontinuierlich

Die AG Energiebilanzen (AGEB) berichtet, dass in 2017 aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung der Energieverbrauch in Deutschland um 0,8 Prozent auf 13.525 Petajoule (PJ) ansteigt. Dennoch werden die energiebedingten CO2-Emissionen stagnieren. Hierzu tragen wesentlich Verdrängungseffekte in der Stromerzeugung bei, die infolge höherer Stromeinspeisungen aus erneuerbaren Energien sowie aus Erdgas-KWK-Anlagen entstehen.

Die AGEB führt im einzelnen aus: „Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch 2017 um gut 6 Prozent, wobei es bei den einzelnen Energieformen zu unterschiedlichen Entwicklungen kam: Die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) sank gegenüber dem Vorjahr infolge der Witterungsbedingungen um rund 4 Prozent. Die Stromeinspeisung aus Windanlagen nahm dagegen kräftig um 34 Prozent zu. Bei der Solarenergie (Solarwärme und PV-Strom) kam es zu einem Zuwachs von 5 Prozent. Die Geothermie verbuchte insgesamt ein Plus von 7 Prozent. Biomasse und Abfälle verharrten auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland stieg 2017 auf 13,1 Prozent.
Die Anteile der verschiedenen Energieträger am nationalen Energiemix haben sich 2017
gegenüber dem Vorjahr weiter verschoben: Mineralöl und Erdgas sowie die erneuerbaren
Energien konnten ihre Anteile am Energieverbrauch steigern. Bei der Kernenergie und bei
der Steinkohle kam es zu deutlichen, bei der Braunkohle zu leichten Rückgängen. Insgesamt basiert die deutsche Energieversorgung auf einem breiten Energieträgerangebot. Fast 60 Prozent des inländischen Energieverbrauchs entfallen auf Öl und Gas. Stein- und Braunkohle deckten zusammen etwas mehr als ein Fünftel des Verbrauchs. Die Erneuerbaren steigern ihren Beitrag kontinuierlich.“

zur » Pressemitteilung sowie den Energiebilanzen

 

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Siemens baut Stellen und Chancen zur Energiewende ab

Vor gut zehn Jahren hat Siemens erklärt massiv in die Erneuerbaren Energien zu investieren und u.a. sich mit dem Kauf der Windkrafthersteller Bonus Energy A/S  in Dänemark und AN Windenergie GmbH in Bremen Knowhow eingekauft, wie schon zuvor bei der Herstellung von Photovoltaikmodulen. Doch dann ab Ende 2012 versuchte Siemens die Solarsparte abzustoßen, weil die Gewinnmarge für die Eigner nicht ausreichte, die Konkurrenz in China massiv subventioniert wurde und Europa seine Unternehmen hiervor nicht schützte. Siemens schloss Mitte 2013 seine Solarenergiesparte und beendet die Bemühungen um den Verkauf des nun unrentablen Geschäfts nach siebenmonatiger Suche.

Dennoch hatte vor gut fünf Jahren der Konzern dann 30 Milliarden Euro, mithin 40 Prozent des gesamten Konzernumsatzes  mit „grünen“ Produkten erzielt. Dazu gehören für Siemens Anlagen für die Energieerzeugung wie Gasturbinen und das Geschäft mit Stromleitungen. Das Produktprogramm umfasst außerdem Züge, ressourcenschonende Industrieanlagen, stromsparende Beleuchtung und eben Windkraft. Bis 2014 sollten 40 Milliarden Euro in dieser Sparte umgesetzt werden.

Im April 2017 wurde die Fusion von Siemens Windpower des viertgrößten mit der spanischen Gamesa, dem fünftgrößten Windturbinenhersteller der Welt. Ziel ist es Siemens-Gamesa zum weltgrößten Windturbinenhersteller zu machen. Wind- und Gasturbinen sind für Siemens ein wichtiges, derzeit aber auch heftig schwankendes Geschäft. So kämpft die Kraftwerks-Sparte Power & Gas seit längerem mit strukturellen Veränderungen. Die Nachfrage nach großen Gasturbinen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und die Preise eingebrochen.

Wenn in den nächsten Jahren insbesondere in Europa Braun- und Steinkohlekraftwerke stillgelegt werden, sind Gaskraftwerke mit ihren halb so großem CO2-Ausstoß die wichtigste Brückentechnologie zu den Erneuerbaren Energien. Der Vorstand rechnet auch fest damit, dass der Weltmarkt für große Gasturbinen fortbesteht. Doch mit dem Abbau von weltweit 6.900 Stellen ist es fraglich, ob Siemens auf eine ansteigende Nachfrage schnell genug reagieren kann.

SPD-Chef Schulz schimpft auf Siemens, doch im SPD-Programm findet sich kein Wort dazu, dass Braun- und Steinkohlekraftwerke stillgelegt werden, um die Energiewende und die Klimaziele zu schaffen. So sind es nur wohlfeile, gewerkschaftsfreundliche Töne ohne inhaltliche Positionierung.

Dazu Quer vom BR: „Der arme Siemens Chef Joe Käser musst sich heftige Kritik dafür anhören, dass Siemens 6900 Stellen abbaut. Dabei sind doch ganz andere Schuld, wie er in einer Stellungnahme erklärt.“

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BUND hält Aussagen von Bürgerinitiativen gegen Windkraft für nicht belastbar

Der BUND hat nun gegen einige Mythen zu den Windkraft-Genehmigungsverfahren eindeutig Position bezogen (s. untenstehende PM). Zuletzt waren solche bezüglich des Rückzugs von WEA-Projektierern am Standort Görzhäuser Hof zu lesen. Zum Start vor gut drei Jahren gab es für die Planungen hohen Zuspruch bei den Vertretern von Stadt, Ortsbeirat und Standortfirmen. Daraufhin wurden die umfangreichen Planungen inkl. der erforderlichen Gutachten vorangetrieben. Über die Bürgerbeteiligung im gesetzlichen Genehmigungsverfahren hinaus wurde informiert und auch alle Gutachten sollten transparent und überprüfbar öffentlich vorgestellt werden.

Der von Waldinteressenten und Standortbetreiber forstwirtschaftlich genutzte Wald wurde auf Arten- und Naturschutzaspekte untersucht, Fledermäuse und Vogelhorste kartiert und Flugbewegungen über einen langen Zeitraum festgehalten. Dies sind zwingende Anforderungen für die Genehmigung und ggf. nötige Betriebsauflagen. Für die Gutachten sind sehr umfassende Anforderungen, vor allem lange Zeiträume nötig, die die hierfür beim Regierungspräsidium zugelassenen Gutachter erfüllen müssen.

Das am Tag vor Bekanntwerden des Ruhens der Windparkplanungen beim Regierungspräsidium privat eingereichte Vogelgutachten dürfte dies, wie auch schon eine Reihe weitere von Dr. Martin Kraft (s. PM des BUND unten) nicht erfüllen. Nicht selten zählen die als Gutachter zugelassenen Experten mehr Horste und dokumentieren darüber hinaus akribisch den Besatz und die Flugbewegungen der Vögel über mehrere Jahre.

Zudem ist Dr. Kraft, wie oft behauptet, kein Professor insbesondere nicht der Universität Marburg. Auch ist die für ihn vielfach angeführte Bezeichnung als führender Ornithologe Deutschlands sicherlich, angesichts dessen, dass er weder dem Vorstand noch dem Beirat der Deutsche Ornithologen-Gesellschaft noch dem der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. angehört, vorsichtig formuliert, recht hochgegriffen.

Martin Kraft erhielt 2012 eine Gastprofessur als Partner-Professur auf ehrenamtlicher Basis (Docente Asociado en forma honoraria) am „Centro Universitario de Rivera“ in Uruguay. Seitdem nennt er sich Professor. Aktuell ist er in den dortigen Verzeichnissen des Personals, von Forschung und Lehre nicht zu finden.

In Marburg ist er nach einer zuerst gescheiterten Habilitation Privatdozent. Mit ausgewiesenen Windkraftgegnern hat er ein Institut gegründet, das u.a. die Auswirkungen von Windkraftanlagen untersuchen soll. Als Gutachter für Genehmigungsverfahren ist er nicht zugelassen, wie hingegen so einige andere Ornithologen und die Experten der Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Öffentliche Äußerungen u.a. über tausende durch Windkraftanlagen „regelrecht geschredderter Vögel“ wurden hingegen von der Fachwelt mit Kopfschütteln kommentiert, konnten durch nichts belegt werden und stehen im Gegensatz zu den jahrzehntelangen Aufzeichnungen und allen wissenschaftlichen Studien zum Vogelschlag an Windkraftanlagen.

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PM des BUND Marburg-Biedenkopf:

Derzeit gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass eine der wirksamsten Maßnahmen
zur Vermehrung geschützter Arten die Planung von Windkraftwerken ist. Sobald die Planung bekannt wird, stellen sich ausschließlich Brutvorkommen von Schwarzstörchen, Rotmilanen und weiteren windkraftsensiblen Arten in nie zuvor gekanntem Ausmaß ein.
Wälder, die von promovierten Naturschützern seit Jahren als von der forstlichen Nutzung
ruinierte Holzäcker klassifiziert werden, mutieren über Nacht zu höchstwertigen Naturwaldbiotopen.
Besonders auffällig ist diese spontane Wandlung der Natur in Planungsverfahren, wo die
Bürgerinitiativen von dem Marburger Ornithologen Dr. Martin Kraft mit Gutachten versorgt werden.
Die fachliche Qualität dieser Gutachten findet bisher ihre konkrete Würdigung in der Überprüfung durch die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen im Rahmen immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren und fallweise durch die
Verwaltungsgerichte. In 2014 fielen vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel die Behauptungen zum Vogelschutz im genehmigten Windpark Hilsberg wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Zu vergleichbaren Aussagen wurden im Verfahren 2016 zum benachbarten Windpark Rachelshausen keine belastbaren Beweise vorgelegt. Im 2015 genehmigten Windpark Amöneburg-Roßdorf wurden naturschutzfachliche Behauptungen des Ornithologen in bemerkenswerter Deutlichkeit von dem als windkraftkritisch bekannten Dr. Klaus Richarz als Leiter der Vogelschutzwarte Hessen zerlegt.
Die unter anderem von Dr. Kraft vorgelegten Gutachten belegen vielfach eine Reihe von veralteten oder nicht nachvollziehbar lokalisierten Einzelbeobachtungen. Sie schließen
daraus in bislang nicht schlüssiger Weise auf Brutvorkommen im näheren Umfeld der geplanten Windkraftanlagen.
Auch für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland gibt es leider keinen völlig unproblematischen Standort für die Errichtung von Windkraftanlagen. Ihre Zulassung
unterliegt jedoch einer signifikant schärferen Restriktion als beispielsweise der Straßenbau.
Während die FFH-Naturschutzgebiete Tabuflächen für die Windkraft sind, durchschneidet zum Beispiel der vom Bundesverwaltungsgericht für zulässig erklärte Bau der BAB A 49 mit seinen Betonpisten auf vier Kilometern Länge das FFH-Gebiet „Herrenwald“ bei Stadtallendorf.
Unbestreitbar ist, dass die Energiewende und damit auch die Entlastung aller Ökosysteme
von Luftschadstoffen nur mit dem Einsatz von Windenergie schnell genug realisierbar
ist. In seinem Sondergutachen 2015 „Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes
Umweltproblem“ beschreibt derSachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung die schwerwiegenden Belastungen für die Waldökosysteme durch Eintrag von Luftstickstoff und Kohlendioxid aus der Kohleverstromung. Als entscheidenden Ansatz zur Reduzierung dieser Schädigung empfiehlt er dringend den Ausbau der Sonnen- und Windenergienutzung bei zügiger Reduzierung des Kohlestromeinsatzes.
Den Bürgerinitiativen hält der BUND entgegen: „Wer nicht möchte, dass mit Atomkraft weiterhin die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zerstört, durch Braunkohletagebau ganze Landschaften samt Siedlungen und Kulturgütern weggebaggert werden, kann derzeit auf den Ausbau der Windenergie nicht verzichten. Wer Windkraft blockiert, handelt entweder nach dem St.-Floriansprinzip oder bleibt die Antwort auf die Frage schuldig, woher denn der umweltverträgliche Strom ohne Atom- und Kohlekraft kommen soll zum Beispiel für die von allen Parteien geforderte Umkehr zur Elektromobilität“.

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Kein Land in Sicht: Nationale und private Egoismen statt Klimaschutz!

America first! Trump hat den herrschenden Zeitgeist in diese zwei Worte gefasst:
Was interessieren absaufende Südseeinseln oder Missernten in Afrika. Blöde wenn Feuerstürme Kalifornien oder Hurricans Florida oder Lousiana verwüsten. Aber das sind eben Wetterextreme und Einzelschicksale. Zudem ist Glauben wichtiger als Wissenschaft.

Nationale, regionale und private Egoismen zersetzen die Gesellschaften der Welt. Jeder möchte Vorteile für sich und die Nachteile dürfen die anderen behalten.
Katalonien will nicht mit dem ärmeren Spanien, Norditalien nicht mit dem Süden teilen,
die reicheren Städte in NRW möglichst wenig den ärmeren abgeben. Bayern möchte den Windstrom aus den Norden geliefert bekommen, aber kein eigenes Windrad und so wenig Kabeltrasse als möglich haben. Sollen die anderen sehen, wie sie das machen.

Die Mehrheit der Deutschen will weg von Kohle- und Kernenergie und hin zu Erneuerbaren Energien. Doch der jeweilige Standort für EE-Anlagen in der Nähe ist zumeist gerade der ungünstigste. Da siegen die privaten Egoismen. Doch es ist ein Pyrrhussieg mit einer extrem hohen Verantwortung.

Die inzwischen eindeutigen Auswirkungen der Klimaveränderung will kaum jemand wahrnehmen. Da können Umwelt- und Naturschutzverbände wie der NaBu und noch so viele Wissenschaftler klar stellen, dass der Milan inzwischen verhungert, weil ihm die Nahrung fehlt, wie auch vielen Singvögel, die keine Insekten mehr finden. Der Klimawandel ist dabei bis zu 70% der einheimischen Arten auszurotten. Die naturschutzrechtlichen Begleit- und Ausgleichsmaßnahmen beim Anlagenbau helfen sogar gegen den Rückgang der Artenvielfalt.

Viele Fakten zur aktuellen Klimaentwicklung liefert der Deutsche Wetterdienst in seinem Klimaportal. Ob die ab kommender Woche stattfindende Weltklimakonferenz in Bonn helfen wird, wieder das Bewusstsein für die inzwischen beängstigende Entwicklung zu schärfen, kann nur im Sinne einer solidarsichen Weltgemeinschaft und einer Nachhaltigkeit  gehofft werden.

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Klimawandel fordert Millionen Tote

Extremwetterereignisse haben in diesem Jahr auch bei uns in Mitteleuropa hunderte Tode gefordert, weniger schlagzeilenträchtig waren es in fernen Ländern, wie in Südostasien tausende. Studien zeigen, dass es bis 2100 zehntausende Extremwetter-Tote in Europa geben wird.

Doch dies könnten nicht mal die größten Opfer sein. Luftverschmutzung, Hitze, Krankheiten und Nahrungsmangel fordern nicht nur Tribut vom Menschen sondern von der ganzen Natur. Und dies nicht irgendwann in der Zukunft, sondern der Klimawandel wirkt sich bereits erheblich auf die Gesundheit der Menschen aus, wie aktuelle Studien aufzeigen (s. WELT).

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DLR berichtet vom abgebrochenen Larsen-C-Eisberg

Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) berichtet in seinem Blog vom Larsen-C-Eisberg mit der Nummer A68: „Nachdem sein Abbruch im Juli 2017 für ein starkes Medienecho sorgte, wird nun erneut über ihn berichtet. Was ist geschehen? Er hat sich bewegt. Ist minimal geschrumpft. An sich nichts Außergewöhnliches – und doch ist es einen weiteren Blogbeitrag wert.

Betrachtet man eine Sequenz von Satellitenaufnahmen über die letzten zwei Monate, so ist es beeindruckend, was dort passiert. Immerhin ist der Eisberg mit 5800 Quadratkilometern siebenmal größer als Berlin. Trotz seiner Größe ist er ständig in Bewegung. Immer wieder ist der Eisberg mit dem Eisschelf kollidiert, wobei kleinere Eisstücke abgebrochen sind.

@DLR_de 10. Oktober 2017

Die Satellitenbildfolge zeigt, wie sich der Eisberg vom Schelfeis entfernt. Im südlichen Bereich hat er sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 330 Metern pro Tag etwa 25 Kilometer von der Abbruchkante fortbewegt. Sehr schnell, wenn man die enorme Masse des Eisriesen bedenkt. An Fläche eingebüßt hat er in den letzten Wochen dennoch kaum. (Hier finden Sie das Video zusätzlich als GIF-Animation mit Satellitenaufnahmen bis 20. September 2017.)

Die Arbeitsgruppe „Polare und kalte Regionen“ am Earth Observation Center des DLR wird in den kommenden Jahren sowohl das Schicksal des Eisberges als auch – und vor allem – das des Larsen-C-Eisschelfs beobachten. War A68 der Beginn einer Serie, wie schon mehrfach in anderen Gebieten der antarktischen Halbinsel beobachtet? Bricht das Eisschelf zusammen oder bleibt es stabil? Wie werden sich die Inlandgletscher entwickeln, wenn das Schelfeis tatsächlich verschwindet und sein bremsender Einfluss verloren geht?“

Den vollständigen Blog-Beitrag finden Sie »hier.

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Bald 50 Windräder rund um Marburg?

Unter diesem Titel zeichnet Herr Prof. Sundermeyer aus Michelbach in einem Gastbeitrag in der Oberhessischen Presse ein dramatisches Zukunftsbild und vermittelt dabei den Eindruck, dass sich dies aus einer falschen Zielsetzung der Grünen (Stichwort Decarbonisierung) zwangsläufig ergibt.

In mehrerer Hinsicht ist dieses Zukunftsbild bar jeder sachlichen und fachlichen Grundlage. Klimaschutzziel und CO2-Reduzierung sind kein grüner Spleen, sondern im globalen Pariser Klimaschutzabkommen festgelegt und fester Bestandteil europäischer und deutscher Umweltpolitik. Die wissenschaftliche Grundlage hierfür wurde aus den jahrelangen Arbeiten tausender Naturwissenschaftler der ganzen Welt im globalen Klimaschutzbericht zusammengetragen.

In seinem Artikel geht Herr Sundermeyer u.a. von der falschen Annahme aus, dass ab 2030 kein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mehr auf der Straße sein soll. Wir Grüne fordern im Wahlprogramm, wie in ähnlicher Weise viele Verbraucher-, Naturschutz- und Umweltverbände, dass ab 2030 kein neues Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden soll. Somit wird die Zahl konventioneller KFZ kontinuierlich abnehmen, aber noch ein Jahrzehnt lang voraussichtlich die Mehrzahl stellen, wenn nicht die Spritkosten wieder stark ansteigen.

Die rasante technologische Entwicklung in den Energietechnologien, Effizienzsteigerun-gen, Wechselwirkungen u.v.m. blendet Herr Sundermeyer aus, die von hochkarätigen seriösen wissenschaftlichen Instituten, wie Fraunhofer-Institute und Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt hingegen berücksichtigt werden. Das von ihm entwickelte und offenbar erwünschte Szenario erinnert stark an die plakativen Zukunftsvisionen von vor dreißig Jahren, nach denen jetzt ganz Deutschland flächendeckend mit Solarmodulen zugedeckt sein müsste. Von uns Grünen wird kein einseitiger Ausbau der Erneuerbaren Energien gewünscht, sondern ein ausgewogener Mix unterschiedlichster Technologien, die Reduzierung des Verbrauchs und eine Steigerung der Effizienz.

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Antarktis: Eisberg-Gigant abgebrochen und treibt auf das offene Meer

Vom Larsen C-Schelfeis in der Antarktis hat sich ein riesiger Eisberg abgelöst. Schelfeis ist eine Eisplatte, die mit einem Gletscher an Land verbunden ist, aber bereits auf dem Meer schwimmt. Wie das Alfred-Wegener-Institut mitteilt, ist der entstandene Eisberg etwa eine Billion Tonnen schwer, hat eine Gesamtfläche von rund 5.800 Quadratkilometer und ist damit fast sieben Mal so groß wie Berlin. Er ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden.

Ob der Abbruch Rückwirkungen auf das Schelfeis hat, wird von Forschern genau beobachtet. Denn mit dem fehlenden Teil verliert das umgebende Eis Halt, da es unter Spannung steht und daher nun instabil werden kann. Sollte es kollabieren, würde das dramatische Folgen für die Antarktis und auch für den Planeten haben. »s.a. Artikel in der „Welt“.

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