Willkommen!

Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

Veröffentlicht unter Sonstiges | Hinterlasse einen Kommentar

Siemens baut Stellen und Chancen zur Energiewende ab

Vor gut zehn Jahren hat Siemens erklärt massiv in die Erneuerbaren Energien zu investieren und u.a. sich mit dem Kauf der Windkrafthersteller Bonus Energy A/S  in Dänemark und AN Windenergie GmbH in Bremen Knowhow eingekauft, wie schon zuvor bei der Herstellung von Photovoltaikmodulen. Doch dann ab Ende 2012 versuchte Siemens die Solarsparte abzustoßen, weil die Gewinnmarge für die Eigner nicht ausreichte, die Konkurrenz in China massiv subventioniert wurde und Europa seine Unternehmen hiervor nicht schützte. Siemens schloss Mitte 2013 seine Solarenergiesparte und beendet die Bemühungen um den Verkauf des nun unrentablen Geschäfts nach siebenmonatiger Suche.

Dennoch hatte vor gut fünf Jahren der Konzern dann 30 Milliarden Euro, mithin 40 Prozent des gesamten Konzernumsatzes  mit „grünen“ Produkten erzielt. Dazu gehören für Siemens Anlagen für die Energieerzeugung wie Gasturbinen und das Geschäft mit Stromleitungen. Das Produktprogramm umfasst außerdem Züge, ressourcenschonende Industrieanlagen, stromsparende Beleuchtung und eben Windkraft. Bis 2014 sollten 40 Milliarden Euro in dieser Sparte umgesetzt werden.

Im April 2017 wurde die Fusion von Siemens Windpower des viertgrößten mit der spanischen Gamesa, dem fünftgrößten Windturbinenhersteller der Welt. Ziel ist es Siemens-Gamesa zum weltgrößten Windturbinenhersteller zu machen. Wind- und Gasturbinen sind für Siemens ein wichtiges, derzeit aber auch heftig schwankendes Geschäft. So kämpft die Kraftwerks-Sparte Power & Gas seit längerem mit strukturellen Veränderungen. Die Nachfrage nach großen Gasturbinen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und die Preise eingebrochen.

Wenn in den nächsten Jahren insbesondere in Europa Braun- und Steinkohlekraftwerke stillgelegt werden, sind Gaskraftwerke mit ihren halb so großem CO2-Ausstoß die wichtigste Brückentechnologie zu den Erneuerbaren Energien. Der Vorstand rechnet auch fest damit, dass der Weltmarkt für große Gasturbinen fortbesteht. Doch mit dem Abbau von weltweit 6.900 Stellen ist es fraglich, ob Siemens auf eine ansteigende Nachfrage schnell genug reagieren kann.

SPD-Chef Schulz schimpft auf Siemens, doch im SPD-Programm findet sich kein Wort dazu, dass Braun- und Steinkohlekraftwerke stillgelegt werden, um die Energiewende und die Klimaziele zu schaffen. So sind es nur wohlfeile, gewerkschaftsfreundliche Töne ohne inhaltliche Positionierung.

Dazu Quer vom BR: „Der arme Siemens Chef Joe Käser musst sich heftige Kritik dafür anhören, dass Siemens 6900 Stellen abbaut. Dabei sind doch ganz andere Schuld, wie er in einer Stellungnahme erklärt.“

Veröffentlicht unter Erneuerbare Energien, Windenergie | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

BUND hält Aussagen von Bürgerinitiativen gegen Windkraft für nicht belastbar

Der BUND hat nun gegen einige Mythen zu den Windkraft-Genehmigungsverfahren eindeutig Position bezogen (s. untenstehende PM). Zuletzt waren solche bezüglich des Rückzugs von WEA-Projektierern am Standort Görzhäuser Hof zu lesen. Zum Start vor gut drei Jahren gab es für die Planungen hohen Zuspruch bei den Vertretern von Stadt, Ortsbeirat und Standortfirmen. Daraufhin wurden die umfangreichen Planungen inkl. der erforderlichen Gutachten vorangetrieben. Über die Bürgerbeteiligung im gesetzlichen Genehmigungsverfahren hinaus wurde informiert und auch alle Gutachten sollten transparent und überprüfbar öffentlich vorgestellt werden.

Der von Waldinteressenten und Standortbetreiber forstwirtschaftlich genutzte Wald wurde auf Arten- und Naturschutzaspekte untersucht, Fledermäuse und Vogelhorste kartiert und Flugbewegungen über einen langen Zeitraum festgehalten. Dies sind zwingende Anforderungen für die Genehmigung und ggf. nötige Betriebsauflagen. Für die Gutachten sind sehr umfassende Anforderungen, vor allem lange Zeiträume nötig, die die hierfür beim Regierungspräsidium zugelassenen Gutachter erfüllen müssen.

Das am Tag vor Bekanntwerden des Ruhens der Windparkplanungen beim Regierungspräsidium privat eingereichte Vogelgutachten dürfte dies, wie auch schon eine Reihe weitere von Dr. Martin Kraft (s. PM des BUND unten) nicht erfüllen. Nicht selten zählen die als Gutachter zugelassenen Experten mehr Horste und dokumentieren darüber hinaus akribisch den Besatz und die Flugbewegungen der Vögel über mehrere Jahre.

Zudem ist Dr. Kraft, wie oft behauptet, kein Professor insbesondere nicht der Universität Marburg. Auch ist die für ihn vielfach angeführte Bezeichnung als führender Ornithologe Deutschlands sicherlich, angesichts dessen, dass er weder dem Vorstand noch dem Beirat der Deutsche Ornithologen-Gesellschaft noch dem der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. angehört, vorsichtig formuliert, recht hochgegriffen.

Martin Kraft erhielt 2012 eine Gastprofessur als Partner-Professur auf ehrenamtlicher Basis (Docente Asociado en forma honoraria) am „Centro Universitario de Rivera“ in Uruguay. Seitdem nennt er sich Professor. Aktuell ist er in den dortigen Verzeichnissen des Personals, von Forschung und Lehre nicht zu finden.

In Marburg ist er nach einer zuerst gescheiterten Habilitation Privatdozent. Mit ausgewiesenen Windkraftgegnern hat er ein Institut gegründet, das u.a. die Auswirkungen von Windkraftanlagen untersuchen soll. Als Gutachter für Genehmigungsverfahren ist er nicht zugelassen, wie hingegen so einige andere Ornithologen und die Experten der Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Öffentliche Äußerungen u.a. über tausende durch Windkraftanlagen „regelrecht geschredderter Vögel“ wurden hingegen von der Fachwelt mit Kopfschütteln kommentiert, konnten durch nichts belegt werden und stehen im Gegensatz zu den jahrzehntelangen Aufzeichnungen und allen wissenschaftlichen Studien zum Vogelschlag an Windkraftanlagen.

———-

PM des BUND Marburg-Biedenkopf:

Derzeit gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass eine der wirksamsten Maßnahmen
zur Vermehrung geschützter Arten die Planung von Windkraftwerken ist. Sobald die Planung bekannt wird, stellen sich ausschließlich Brutvorkommen von Schwarzstörchen, Rotmilanen und weiteren windkraftsensiblen Arten in nie zuvor gekanntem Ausmaß ein.
Wälder, die von promovierten Naturschützern seit Jahren als von der forstlichen Nutzung
ruinierte Holzäcker klassifiziert werden, mutieren über Nacht zu höchstwertigen Naturwaldbiotopen.
Besonders auffällig ist diese spontane Wandlung der Natur in Planungsverfahren, wo die
Bürgerinitiativen von dem Marburger Ornithologen Dr. Martin Kraft mit Gutachten versorgt werden.
Die fachliche Qualität dieser Gutachten findet bisher ihre konkrete Würdigung in der Überprüfung durch die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen im Rahmen immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren und fallweise durch die
Verwaltungsgerichte. In 2014 fielen vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel die Behauptungen zum Vogelschutz im genehmigten Windpark Hilsberg wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Zu vergleichbaren Aussagen wurden im Verfahren 2016 zum benachbarten Windpark Rachelshausen keine belastbaren Beweise vorgelegt. Im 2015 genehmigten Windpark Amöneburg-Roßdorf wurden naturschutzfachliche Behauptungen des Ornithologen in bemerkenswerter Deutlichkeit von dem als windkraftkritisch bekannten Dr. Klaus Richarz als Leiter der Vogelschutzwarte Hessen zerlegt.
Die unter anderem von Dr. Kraft vorgelegten Gutachten belegen vielfach eine Reihe von veralteten oder nicht nachvollziehbar lokalisierten Einzelbeobachtungen. Sie schließen
daraus in bislang nicht schlüssiger Weise auf Brutvorkommen im näheren Umfeld der geplanten Windkraftanlagen.
Auch für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland gibt es leider keinen völlig unproblematischen Standort für die Errichtung von Windkraftanlagen. Ihre Zulassung
unterliegt jedoch einer signifikant schärferen Restriktion als beispielsweise der Straßenbau.
Während die FFH-Naturschutzgebiete Tabuflächen für die Windkraft sind, durchschneidet zum Beispiel der vom Bundesverwaltungsgericht für zulässig erklärte Bau der BAB A 49 mit seinen Betonpisten auf vier Kilometern Länge das FFH-Gebiet „Herrenwald“ bei Stadtallendorf.
Unbestreitbar ist, dass die Energiewende und damit auch die Entlastung aller Ökosysteme
von Luftschadstoffen nur mit dem Einsatz von Windenergie schnell genug realisierbar
ist. In seinem Sondergutachen 2015 „Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes
Umweltproblem“ beschreibt derSachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung die schwerwiegenden Belastungen für die Waldökosysteme durch Eintrag von Luftstickstoff und Kohlendioxid aus der Kohleverstromung. Als entscheidenden Ansatz zur Reduzierung dieser Schädigung empfiehlt er dringend den Ausbau der Sonnen- und Windenergienutzung bei zügiger Reduzierung des Kohlestromeinsatzes.
Den Bürgerinitiativen hält der BUND entgegen: „Wer nicht möchte, dass mit Atomkraft weiterhin die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zerstört, durch Braunkohletagebau ganze Landschaften samt Siedlungen und Kulturgütern weggebaggert werden, kann derzeit auf den Ausbau der Windenergie nicht verzichten. Wer Windkraft blockiert, handelt entweder nach dem St.-Floriansprinzip oder bleibt die Antwort auf die Frage schuldig, woher denn der umweltverträgliche Strom ohne Atom- und Kohlekraft kommen soll zum Beispiel für die von allen Parteien geforderte Umkehr zur Elektromobilität“.

Veröffentlicht unter Erneuerbare Energien, Windenergie | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kein Land in Sicht: Nationale und private Egoismen statt Klimaschutz!

America first! Trump hat den herrschenden Zeitgeist in diese zwei Worte gefasst:
Was interessieren absaufende Südseeinseln oder Missernten in Afrika. Blöde wenn Feuerstürme Kalifornien oder Hurricans Florida oder Lousiana verwüsten. Aber das sind eben Wetterextreme und Einzelschicksale. Zudem ist Glauben wichtiger als Wissenschaft.

Nationale, regionale und private Egoismen zersetzen die Gesellschaften der Welt. Jeder möchte Vorteile für sich und die Nachteile dürfen die anderen behalten.
Katalonien will nicht mit dem ärmeren Spanien, Norditalien nicht mit dem Süden teilen,
die reicheren Städte in NRW möglichst wenig den ärmeren abgeben. Bayern möchte den Windstrom aus den Norden geliefert bekommen, aber kein eigenes Windrad und so wenig Kabeltrasse als möglich haben. Sollen die anderen sehen, wie sie das machen.

Die Mehrheit der Deutschen will weg von Kohle- und Kernenergie und hin zu Erneuerbaren Energien. Doch der jeweilige Standort für EE-Anlagen in der Nähe ist zumeist gerade der ungünstigste. Da siegen die privaten Egoismen. Doch es ist ein Pyrrhussieg mit einer extrem hohen Verantwortung.

Die inzwischen eindeutigen Auswirkungen der Klimaveränderung will kaum jemand wahrnehmen. Da können Umwelt- und Naturschutzverbände wie der NaBu und noch so viele Wissenschaftler klar stellen, dass der Milan inzwischen verhungert, weil ihm die Nahrung fehlt, wie auch vielen Singvögel, die keine Insekten mehr finden. Der Klimawandel ist dabei bis zu 70% der einheimischen Arten auszurotten. Die naturschutzrechtlichen Begleit- und Ausgleichsmaßnahmen beim Anlagenbau helfen sogar gegen den Rückgang der Artenvielfalt.

Viele Fakten zur aktuellen Klimaentwicklung liefert der Deutsche Wetterdienst in seinem Klimaportal. Ob die ab kommender Woche stattfindende Weltklimakonferenz in Bonn helfen wird, wieder das Bewusstsein für die inzwischen beängstigende Entwicklung zu schärfen, kann nur im Sinne einer solidarsichen Weltgemeinschaft und einer Nachhaltigkeit  gehofft werden.

Veröffentlicht unter Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Klimawandel | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Klimawandel fordert Millionen Tote

Extremwetterereignisse haben in diesem Jahr auch bei uns in Mitteleuropa hunderte Tode gefordert, weniger schlagzeilenträchtig waren es in fernen Ländern, wie in Südostasien tausende. Studien zeigen, dass es bis 2100 zehntausende Extremwetter-Tote in Europa geben wird.

Doch dies könnten nicht mal die größten Opfer sein. Luftverschmutzung, Hitze, Krankheiten und Nahrungsmangel fordern nicht nur Tribut vom Menschen sondern von der ganzen Natur. Und dies nicht irgendwann in der Zukunft, sondern der Klimawandel wirkt sich bereits erheblich auf die Gesundheit der Menschen aus, wie aktuelle Studien aufzeigen (s. WELT).

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Klimawandel | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

DLR berichtet vom abgebrochenen Larsen-C-Eisberg

Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) berichtet in seinem Blog vom Larsen-C-Eisberg mit der Nummer A68: „Nachdem sein Abbruch im Juli 2017 für ein starkes Medienecho sorgte, wird nun erneut über ihn berichtet. Was ist geschehen? Er hat sich bewegt. Ist minimal geschrumpft. An sich nichts Außergewöhnliches – und doch ist es einen weiteren Blogbeitrag wert.

Betrachtet man eine Sequenz von Satellitenaufnahmen über die letzten zwei Monate, so ist es beeindruckend, was dort passiert. Immerhin ist der Eisberg mit 5800 Quadratkilometern siebenmal größer als Berlin. Trotz seiner Größe ist er ständig in Bewegung. Immer wieder ist der Eisberg mit dem Eisschelf kollidiert, wobei kleinere Eisstücke abgebrochen sind.

@DLR_de 10. Oktober 2017

Die Satellitenbildfolge zeigt, wie sich der Eisberg vom Schelfeis entfernt. Im südlichen Bereich hat er sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 330 Metern pro Tag etwa 25 Kilometer von der Abbruchkante fortbewegt. Sehr schnell, wenn man die enorme Masse des Eisriesen bedenkt. An Fläche eingebüßt hat er in den letzten Wochen dennoch kaum. (Hier finden Sie das Video zusätzlich als GIF-Animation mit Satellitenaufnahmen bis 20. September 2017.)

Die Arbeitsgruppe „Polare und kalte Regionen“ am Earth Observation Center des DLR wird in den kommenden Jahren sowohl das Schicksal des Eisberges als auch – und vor allem – das des Larsen-C-Eisschelfs beobachten. War A68 der Beginn einer Serie, wie schon mehrfach in anderen Gebieten der antarktischen Halbinsel beobachtet? Bricht das Eisschelf zusammen oder bleibt es stabil? Wie werden sich die Inlandgletscher entwickeln, wenn das Schelfeis tatsächlich verschwindet und sein bremsender Einfluss verloren geht?“

Den vollständigen Blog-Beitrag finden Sie »hier.

Veröffentlicht unter Klimaforschung, Klimawandel | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bald 50 Windräder rund um Marburg?

Unter diesem Titel zeichnet Herr Prof. Sundermeyer aus Michelbach in einem Gastbeitrag in der Oberhessischen Presse ein dramatisches Zukunftsbild und vermittelt dabei den Eindruck, dass sich dies aus einer falschen Zielsetzung der Grünen (Stichwort Decarbonisierung) zwangsläufig ergibt.

In mehrerer Hinsicht ist dieses Zukunftsbild bar jeder sachlichen und fachlichen Grundlage. Klimaschutzziel und CO2-Reduzierung sind kein grüner Spleen, sondern im globalen Pariser Klimaschutzabkommen festgelegt und fester Bestandteil europäischer und deutscher Umweltpolitik. Die wissenschaftliche Grundlage hierfür wurde aus den jahrelangen Arbeiten tausender Naturwissenschaftler der ganzen Welt im globalen Klimaschutzbericht zusammengetragen.

In seinem Artikel geht Herr Sundermeyer u.a. von der falschen Annahme aus, dass ab 2030 kein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mehr auf der Straße sein soll. Wir Grüne fordern im Wahlprogramm, wie in ähnlicher Weise viele Verbraucher-, Naturschutz- und Umweltverbände, dass ab 2030 kein neues Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden soll. Somit wird die Zahl konventioneller KFZ kontinuierlich abnehmen, aber noch ein Jahrzehnt lang voraussichtlich die Mehrzahl stellen, wenn nicht die Spritkosten wieder stark ansteigen.

Die rasante technologische Entwicklung in den Energietechnologien, Effizienzsteigerun-gen, Wechselwirkungen u.v.m. blendet Herr Sundermeyer aus, die von hochkarätigen seriösen wissenschaftlichen Instituten, wie Fraunhofer-Institute und Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt hingegen berücksichtigt werden. Das von ihm entwickelte und offenbar erwünschte Szenario erinnert stark an die plakativen Zukunftsvisionen von vor dreißig Jahren, nach denen jetzt ganz Deutschland flächendeckend mit Solarmodulen zugedeckt sein müsste. Von uns Grünen wird kein einseitiger Ausbau der Erneuerbaren Energien gewünscht, sondern ein ausgewogener Mix unterschiedlichster Technologien, die Reduzierung des Verbrauchs und eine Steigerung der Effizienz.

Veröffentlicht unter Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Windenergie | Hinterlasse einen Kommentar

Antarktis: Eisberg-Gigant abgebrochen und treibt auf das offene Meer

Vom Larsen C-Schelfeis in der Antarktis hat sich ein riesiger Eisberg abgelöst. Schelfeis ist eine Eisplatte, die mit einem Gletscher an Land verbunden ist, aber bereits auf dem Meer schwimmt. Wie das Alfred-Wegener-Institut mitteilt, ist der entstandene Eisberg etwa eine Billion Tonnen schwer, hat eine Gesamtfläche von rund 5.800 Quadratkilometer und ist damit fast sieben Mal so groß wie Berlin. Er ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden.

Ob der Abbruch Rückwirkungen auf das Schelfeis hat, wird von Forschern genau beobachtet. Denn mit dem fehlenden Teil verliert das umgebende Eis Halt, da es unter Spannung steht und daher nun instabil werden kann. Sollte es kollabieren, würde das dramatische Folgen für die Antarktis und auch für den Planeten haben. »s.a. Artikel in der „Welt“.

Veröffentlicht unter Klimaforschung, Klimaschutz, Klimawandel, Sonstiges | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Wie gefährlich sind Mikro-Beben?

In der Sendung IQ – Wissenschaft und Forschung im bayrischen Rundfunk wurde unter diesem Titel „Wie gefährlich sind Mikro-Beben?“ von Prof. Inga Moeck aus Hannover erklärt, was im Untergrund passiert, wenn es immer wieder zu Erschütterungen in der Nähe von Geothermie-Anlagen kommt, zuletzt in Poing bei München.

Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet in der Woche nach dem jüngsten Poinger Beben in München die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geothermie stattfand. Wie die Zeitung „Welt“ berichtet, wurde dabei natürlich auch über die Erschütterungen gesprochen und Prof. Moeck war eine gefragte Gesprächspartnerin.

Aus tausenden Metern Tiefe pumpen Geothermie-Anlagen heißes Wasser an die Oberfläche und versorgen Haushalte mit Wärme und Strom. Bayern setzt auf Geothermie und hunderte Anlagen sind im Süden in Betrieb, doch diese „zukunftsweisende Technologie“ hat ihre Nebenwirkungen: In Poing hat schon zum dritten Mal innerhalb eines Jahres die Erde gebebt – zwar nur leicht, dennoch haben einige Häuser Risse davongetragen, wie die Senung quer in einem Beitrag:

Veröffentlicht unter Erdwärme, Erneuerbare Energien, Sonstiges | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Das ist nicht der Klimawandel!

Der nächste Wirbelsturm der höchsten Kategorie nimmt Kurs auf die karibischen Inseln und Florida. Doch jeder einzelne der großen Stürme, jeder einzelne der Extremniederschläge wie in Indien, Pakistan und Bangladesch, unter denen Millionen leiden, ist nicht der Klimawandel! Doch die Zunahme solcher Ereignisse oder deren Stärke – das ist der Klimawandel!

Und das ist letztlich ganz einfach Physik: Je mehr Wärme, desto mehr Verdunstung und mehr Energie. Hurrikan Harvey (update: und kurz darauf Irma), der Taifun Haiyan oder Superstürme wie Sandy gehören zu den größten und verheerendsten Wetterkatastrophen der letzten Jahre. Die Intensität solcher Wirbelstürme, die ganze Landstriche unter Wasser setzen, Häuser, Straßen und Infrastrukturen zerstören und zahlreiche Todesopfer fordern, nimmt messbar zu. Und dass der Klimawandel auf vielfache Weise an dieser Entwicklung seinen Anteil hat, davor warnen Forscher seit Jahren.

Die erzkonservativen Anhänger von Trump und ihn selbst scheint es nicht zu kümmern. Die US-Regierung besteht wesentlich aus Mitgliedern des alten öl- und rüstungsindustriellen Komplexes. Und Kreatonisten und Co. glauben nicht an Wissenschaft sondern an göttliche Fügung. Eine Änderung der Klimapolitik steht nicht auf deren Agenda. Ja, wenn dem so ist, sollten sie darüber nachdenken, was der abrahamitische Rachegott der Juden, Christen und Muslime wohl den Amerikanern mit dem Schwert der Hurrikans beibringen möchte. Naheliegend ist doch die Warnung davor, auf einem falschen Weg zu sein, oder?

Veröffentlicht unter Klimaforschung, Klimaschutz, Klimawandel | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ist das der Klimawandel?

Ein Sommer mit Überschwemmungen u.a. in Europa, Sierra Leone, Südasien mit hunderten von Toten, oftmals verbunden mit Erdrutschen. Viele davon kaum wahrgenommen, wenn nicht gerade wie in Graubünden mitten in Europa. Dazu extreme Dürre im Mittelmeerraum, in Ostafrika  und im Mittleren Westen der USA. Wirbelstürme in Ostasien und an der Golfküste der USA mit großen Verwüstungen.

Ist das nun der Klimawandel? Und wie immer ist dazu zu sagen: Nein! Kein einzelnes Wetterereignis ist der Klimawandel, aber die Wahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse nimmt mit höheren globalen Temperaturen zu. So sind besonders warme Meeresströmungen für die für Wirbelstürme notwendigen Wassertemperaturen verantwortlich. Doch es nimmt eher nicht die die Zahl der Wirbelstürme, sondern deren Intensität zu.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Europäischen Kommission vom Joint Research Centre erstellt warnt davor, dass durch extreme Wetterereignisse in Europa Ende des Jahrhunderts jährlich bis zu 240.000 Menschen sterben könnten.

Veröffentlicht unter Klimaforschung, Klimawandel, Sonstiges | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar