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Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

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Der Streit um die Braunkohle

Sehenswerter Beitrag von Quarks & Co über den Streit um die Braunkohle:

„Trotz internationaler Klimaschutzziele führt Deutschland den emissionsintensiven Braunkohleabbau fort. Tausende Bürger in Nordrhein-Westfalen haben in den letzten Wochen und Monaten mit Aktionen für ein Ende der Braunkohleförderung gekämpft. Mehr als 40 Dörfer haben die Kohle-Bagger bereits geschluckt. Weitere sollen folgen.

Quarks & Co hat Menschen getroffen, die sich aktiv gegen den Braunkohleabbau einsetzen. Und mit ihnen über ihre Hoffnungen, Ängste und Forderungen an Unternehmen und Politik gesprochen.“

https://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/braunkohle-uebersicht-100.html

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So viel Ökostrom wie noch nie

Nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon ist die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Deutschland auf einen neuen Höchststand geklettert. Im ersten Halbjahr 2018 seien 104 Milliarden Kilowattstunden Strom von Wind- und Solaranlagen sowie Wasserkraft- und Biomasseanlagen erzeugt worden. Dabei ist nicht einmal  der Strom aus privaten Photovoltaik-Anlagen berücksichtigt, der direkt verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird.

Damit trage Ökoenergie immer stärker zur Stromversorgung in Deutschland bei. Den größten Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stellen Windkraftanlagen an Land und auf See, nach den Eon-Zahlen rund 55 Milliarden KWh. Auf die Windenergie entfiel mit einem Plus von 7 Milliarden Kilowattstunden auch fast der gesamte Zuwachs der Erneuerbaren.

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ausbau aktuell stockt. So sind in Mittelhessen im letzten Jahr keine neuen Anlagen genehmigt worden. Das Ausbauziel, das 2% der Fläche Hessen umfasst, wohlgemerkt Planungsgebiet und nicht Flächenverbrauch, ist dabei noch in weiter Ferne.

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Rekordsturmschäden im Wald

Vor kurzem tobten in Deutschland die ersten Tornados in diesem Jahr.  Doch es war nicht das erste Extremwetterereignis in diesem Jahr. Es gab schon einige schwere Stürme im Januar mit Rekordsturmschäden im Wald und wenige Monate davor im Oktober. „Xavier“, „Burglind“ und „Friederike“ haben in manchen Regionen, u.a. im Bergischen Land und am Hochrhein) größere Schäden hinterlassen als Kyrill und Lothar vor rund 20 Jahren. Mit zunehmender Duchschnittstemperatur und damit höherem Energieniveau in der Atmosphäre kommen solche Jahrhundertstürme häufiger als in den Jahrzehnten zuvor.

Nicht nur durch Stürme ist der Wald im Stress, die Fichte der Verlierer des Klimawandels. Doch dies kann von Vorteil für die Artenvielfalt sein, da bei der Wiederaufforstung heute ganz andere Anforderungen gestellt werden, als dies vor 100 Jahren der Fall war. Insgesamt wurden allein in den genannten Winterstürmen ein Vielfaches an Wald zerstört, als insgesamt seit Beginn für Windenergieanlagen im Wald geschlagen wurde. Und diese Flächen werden zudem an onderem Ort wieder aufgeforstet und dabei naturschutzfachlich begleitet, was ebenfalls zu Verbesserungen führt.

In Hessen gibt es 880.000 ha Wald. Von diesen werden rund 0,1% für Windkraft benötigt. und – wie gesagt – an anderer Stelle wieder aufgeforstet. Da Gipfel die besten Standorte sind, sind die Standorte zumeist bewaldet. Doch wenn nicht die besten Standorte genutzt werden, werden für die gleiche Menge an Strom mehr WEA benötigt.

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Schweben statt stehen

In der Wochenzeitung Kontext aus Stuttgart beschäftigt sich der Autor Jürgen Lessat mit der Einbindung von Seilbahnen in den ÖPNV. Wenn es auch in Südamerika inzwischen in fast jeder Großstadt mit entsprechender Topographie Normalität ist, dass Großstadtpendler in Seilbahnen steigen, um sicher, schnell und umweltfreundlich ans Ziel zu kommen. So ist es dennoch eine Vorstellung, die sich bislang nur wenige Stadt- und Verkehrsplaner hierzulande machen können.

In Stuttgart wird diese Vision womöglich Wirklichkeit, so der Auto der Stuttgarter Wochenzeitung. „Die Zahlen sprächen für sich: Im Schnitt verbrachten Autofahrer in Berlin, Hamburg und Stuttgart im vergangenen Jahr 44 Stunden im Stau. Nur bayerische Pendler mussten sich nach Erhebungen des Verkehrsdatenanbieters Inrix noch länger gedulden: Mit 51 Stunden wurde München zum zweiten Mal in Folge Stauhauptstadt Deutschlands.“

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Rotmilane und Schwarzstörche an Windkraftanlagen

Im Landesplanungsportal von Hessen sind neue Gutachten zum Flugverhalten Rotmilane und Schwarzstörche an Windkraftanlagen zu finden. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) führt seit April 2016 gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) sowie der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland Untersuchungen zum Flugverhalten der Arten Rotmilan und Schwarzstorch durch. Betrachtet wird das Flugverhalten beider Arten in Abhängigkeit von der Witterung und Landnutzung. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf der Analyse des Flugverhaltens im Bereich nahe gelegener Windparks.

Durch diese Gutachten hat sich erneut bestätigt, was viele Vogelschutzexperten schon seit Jahren berichten. Zum einen, dass der Schwarzstorch durch Windenergieanlagen (WEA) gar nicht gefährdet ist und zum anderen, dass sich Rotmilane vergleichsweise schnell an die neuen Bauwerke gewöhnen. Die Population der Rotmilane ist parallel zum Bau von WEA in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Gerade im Vogelsberg mit der größetn Dichte und dem längsten beobachtungszeitraum lässt sich dies beeindruckend aufzeigen. Die Gefährdung der Rotmilane liegt, wie bei vielen Zugvogelarten, in den jeweiligen Sommerquartieren. Bei uns ist wiederum der Verkehr. Vogelschlag findet an Autos und Zügen, an Hochspannungleitungen und Bauwerken an sich statt.

s. auch das Marburger Uni-Projekt „Rotmilane in Hessen“, dass über die Bewegungsökologie der roten Gabelweihe informiert.

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Es wäre ehrlicher, sich von den Klimazielen völlig zu verabschieden

So titelt die WELT über einen Artikel des Wirtschaftsredakteur zu der Ausrichtung der neuen Bundesregierung bei Klimaschutz und Erneuerbaren Energien. Er konstatiert, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das einst die Initialzündung der Energiewende lieferte, zum Bremsklotz geworden sei. Es brauche neue Klimaschutzinstrumente und eine neue Art der Finanzierung und dass darüber in der Wissenschaft weitgehend Einigkeit herrsche.

Das Fazit dieser guten Analyse: „Erreichbar sind die 2030er-Klimaziele offensichtlich nur, wenn die Politik praktisch sofort zu den härtesten Einschnitten, Verboten und Milliardenausgaben bereit und in der Lage wäre. Es geht um Strom- und Benzinpreise, Abgaben und Vorschriften in einer ganz neuen Dimension. Ein Politiker aber, der bereit wäre, sich mit Autofahrern, Vielfliegern, Stromkunden, Hausbesitzern, Mietern, Industrie und Gewerbe gleichzeitig anzulegen, ist nirgendwo zu sehen. Es wird ihn auch nie geben.

Es ist ein Gebot des politischen Realismus, sich der Erkenntnis zu stellen, dass nationale Alleingänge im Klimaschutz praktisch aussichtslos sind. Die Machbarkeitsrhetorik der Politik hat in der Regel keine realistische Grundlage. Die Ausweitung und Intensivierung des durchaus erfolgreichen europäischen Emissionshandels bleibt die einzige Hoffnung im Klimaschutz. Der freie Handel mit CO2-Berechtigungen ersetzt die Entscheidungen überforderter Einzelner durch die Schwarmintelligenz des Marktes. Klimaschutz wird international organisiert – oder gar nicht.“ Den ganzen Artikel der WELT hat das Portal XING als lesenswert verlinkt.

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Der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Der Deutsche Wetterdienst teilt in seiner Pressemitteilung zum Monatsende mit,  dass der Monat April im Mittel für Deutschland und für viele Bundesländer der insgesamt wärmste April seit Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 war. Dazu hat geführt, dass bereits Anfang des Monats überwiegend frühlingshafte, ab der zweiten Monatshälfte sogar sommerliche Temperaturen herrschten.

Es ist seit Jahrzehnten eine deutlich Verlagerung des Vegetationsbeginns nach vorne zu verzeichnen. Auch Vögel beginnen früher zu brüten, aber das Wetter ist noch sehr unbeständig und Kälteeinbrüche möglich. Die Folgen des früherern Frühlingsbeginnd sind u.a., dass häufiger Blüten so wie im letzten Jahr erfrieren, dass die Bienen wie in diesem Jahr eine nahezu gleichzeitige Blüte vorfinden und die noch sehr geringe Populationszahl nicht alles schafft. Einzelne Arten, wie der Kuckuck, leiden deutlich unter den Klimaveränderungen, da die Wirtsvögel für seinen Nachwuchs schon am Brüten sind, wenn er eintrifft.  Der Klimawandel hat damit neben den Umweltgiften eine starke Wirkung auf den Rückgang der Artenvielfalt. Das Senckenberg-Institut hat hierzu schon Anfang letzten Jahr deutlich gewarnt.

 

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Der europäische Energieatlas 2018

Heinrich-Böll-Stiftung, GEF, EREF und Le Monde Diplomatique“  haben gemeinsam den Europäischen Energieatlas 2018 herausgegeben. Er ist hier einsehbar.

 

 

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Grüner Strom boomt, doch die Investitionen in Deutschland brechen ein

So titelt das Handelsblatt und berichtet von den Ergebnissen einer aktuellen Studie: „Weltweit boomen erneuerbare Energien. Fast 300 Milliarden Dollar fließen laut einer jährlich erstellten Studie der Frankfurt School of Finance in Forschung, Produktion und Ausbau von Sonne-, Wind- und Wasserkraft. […] Noch nie kam so viel Leistung innerhalb von einem Jahr dazu. […] Mittlerweile decken grüne Energiequellen zwölf Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Großer Profiteur ist China. Die Hälfte aller weltweit investierten Gelder, also rund 126 Milliarden Dollar, fließen in die Volksrepublik. Aber auch Indien, Südamerika und Afrika verzeichnen einen rasanten Zufluss an Geldern. Der große Verlierer hingegen ist Europa – und hier vor allem Deutschland. Hier sind die Investitionen innerhalb eines Jahres um mehr als ein Drittel eingebrochen.“

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DWD: Risiken für Stromausfall durch Erneuerbare nahe Null

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Wetterdaten über 20 Jahre ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass je mehr unterschiedliche Quellen der Erneuerbare Energien einbezogen werden, On- und Offshore-Windkraft, Photovoltaik und ein möglichst großes Gebiet, am besten der Europäische Stromverbund, desto weiter sinkt das Risiko.

Als riskant wurde betrachtet, wenn die die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne unter zehn Prozent der Nennleistung blieb. War die Betrachtung von nur Onshore-Windkraft in Deutschland noch problematisch, so ergab die Kombination von Windkraft auf Land und See mit Photovoltaik dann im Mittel für Deutschland noch 2 Fälle. Bei einer europaweiten Betrachtung trat der Musterfall schließlich nur noch 0,2 Mal im Jahr auf.

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