Bayern macht sich frei

  • Bayern will frei von Windrädern bleiben. Die sollen ruhig im Meer stehen.
  • Bayern will keine Stromtrasse, um den Windstrom vom Norden in den Süden zu bekommen. Der soll weiter durch Polen und Tschechien und vielleicht auch künftig durch Hessen und Baden-Württemberg fließen.
  • Bayern will keinen Atommüll zurückhaben. Den sollen andere Bundesländer lagern.
  • Wenn nicht alles so läuft, wie es Bayern will, dann wird Bayern die Energiewende scheitern lassen.

Kein Problem, liebe Bayern! Behaltet einfach Eure Atomkraftwerke und lagert Euren Atommüll in Eurem Freistaat wo ihr wollt. Dann kann der Rest von Deutschland ohne sich weiter mit Euren Extrawürsten herumärgern zu müssen  an eine konstruktive Gestaltung der Energiewende und das Erreichen der CO2-Ziele machen, der bundesweiten minus Bayern.

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Papst prangert Umweltzerstörung, Klimawandel und Konsumrausch an

Der Papst hat seine erste eigenen Enzyklika den weltweiten  Umweltprobleme gewidmet. Da der Klimawandel dabei eine wesentliche Rolle spielt, hätten die  Republikaner in den USA dies Franziskus am liebsten verboten. Er sieht vor allem die reichen Länder in der Pflicht, ihren Lebensstil zu verändern. Denn die ärmste Milliarde der Menschen trägt praktisch nichts zum Klimawandel bei, wie einer der führenden Klimawissenschaftler und Berater der Bundesregierung Prof. Schellnhuber bestätigt.

Doch die Folgen des Klimawandels bekommen vor allem die Ärmsten zu spüren. Daher spricht Franziskus von „ökologischer Schuld“. tagesschau.de zitiert den Papst mit Aussagen aus der Lehrschrift, dass die Erwärmung der Erde, die durch den „enormen Konsum einiger reicher Länder“ verursacht werde, Auswirkungen in den ärmsten Zonen der Erde habe. Mit den bekannten Folgen: Dürre, Hunger, Flucht. Dem Stöhnen der Erde, schließe sich „das Stöhnen der Verlassenen der Welt“ an. Wissenschaftler und Umweltverbände lobten ihn für die klaren Worte zu Umweltzerstörung, Klimawandel und Konsumrausch. Die Enzyklika von Papst Franziskus in deutscher Sprache.

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Brennstoff mit Nebenwirkungen: Der „Kohleatlas“ von BUND und Böll-Stiftung

"Kohleatlas" herunterladen!

Der „Kohleatlas“ (zum Herunterladen das Bild anklicken)

Der Kohleatlas, den Böll-Stiftung und BUND gemeinsam herausgebracht haben, zeigt die Auswirkungen der Kohle von Klima bis Gesundheit. Der BUND präsentiert diesen mit Blick auf die energiepolitische Agenda im „Klimaschutzjahr 2015″ wie folgt: „Es ist höchste Zeit für eine Publikation, die aus nationaler wie auch globaler Perspektive die wichtigsten Daten und Fakten über Kohle darstellt.

Mit eindrucksvollen Grafiken und in verständlicher Sprache übernimmt der vom BUND zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebene „Kohleatlas“ diese Aufgabe. Darin geht um Fragen wie: Woher kommt die Kohle, warum ist sie klimaschädlich, wo liegen ihre größten Reserven, wo wird am meisten gefördert, was ist dran an der Rede von der „billigen Kohle“ und wer profitiert am meisten von ihr?

Weitere brennende Fragen, die im „Kohleatlas“ beantwortet werden, sind: Wie arbeitet die internationale Kohlelobby, wo stößt sie auf Widerstand, welche falschen Lösungen werden propagiert – und welche echten Alternativen für eine klimafreundliche, sichere Energieversorgung gibt es?“

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BIs in Unkenntnis der Fakten

Leider ist es ja die Regel, dass Bürgerinitiativen, die sich mit regionalen Windkraft-projekten beschäftigen, sehr pauschal und emotional argumentieren. Dies ist sicherlich hinsichtlich der persönlichen Betroffenheit verständlich. Doch letztlich können gesellschaftliche Entscheidungen immer nur in einem Abwägungsprozess getroffen werden.

Im Falle der Energieerzeugung sind das Fragen wie: Ist eine zentrale (Großkraftwerke) oder dezentrale Erzeugung wünschenswert? Welcher Energiemix liefert ausreichend sichere und bezahlbare Energie? Wie hoch sind dabei die gesellschaftlichen Gesamtkosten für die jeweilige Energieerzeugung ? Welche Energieerzeugungart erzeugt die geringsten ökologische Belastungen?

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Wir sind mitten im Klimawandel

Langezeit galt die Antarktis als stabile Kühlkammer, die sich gegen den Klimawandel stemmt. Klimaskeptiker führten an, dass dort gar sich zusätzliches Eis bilde. Zwar war dies eine vergleichsweise geringe Menge und die Summe von Arktis und Antarktis ist in jedem Jahrzehnt zunehmend negativer geworden. Der Trend ist seit langem signifikant.

Doch nun ist klar, dass auch in der Antarktis das Eis schneller und kräftiger auftaut als bisher gedacht: Eine Gruppe von Forscher der Universität Bristol und des Alfred-Wegner-Instituts für Polarforschung in Bremerhaven hat die Eis-Entwicklung auf etwa 750 Kilometern Küstenlinie untersucht und ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Science veröffentlicht. Die wissenschaftliche Studie vermeldet einen neuen Negativrekord, nachdem die kilometerdicke Eisdecke auf der bislang stabilen Südhalbinsel massiv an Volumen verliert.

Spürbarer Klimawandel in Deutschland

Der erste Bericht der Bundesregierung zu den Folgen der Erderwärmung dokumentiert das, was viele schon seit Jahren erleben: Zunehmende Klimaextreme auch bei uns, ein früherer Vegationsbeginn, das Vordringen von Arten aus dem Mittelmenrraum.

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Windkraft: Marburger CDU und SPD geben sich ahnungslos!

Es ist zum Mäusemelken! Unabhängig von Parteikonstellationen geben Bund, Land, RP und Kreis die Richtung in Sachen Klimaschutz und Erneuerbare Energien vor. Mittel- bis langfristige Zielgrößen für Sonnen-, Wind-, Wasser- und Bioenergie werden vereinbart, damit der Ausstieg aus Kern- und Kohlekraft gelingt. Dafür werden bestmögliche Standorte für eine dezentrale Erzeugung gesucht, sowie Lasten und Nutzen verteilt.

Die Regionalversammlung in der auch die Parteien der Region vertreten sind, legen Konzentrationsflächen für die Windkraft fest, damit nicht überall und auch an ungeeigneten Flächen von privaten Investoren für reine Abschreibungsprojekte gebaut wird. Im Sinne der Allgemeinheit versuchen kommunale Energieversorger Windkraftprojekte vor Ort umzusetzen, bevor es andere tun.

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Rauschenberg wird Bioenergiestadt

Wenn auch nach Amöneburg mit gut 2.000 Einwohnern im Kernbereich kleinste Stadt im Landkreis, so könnte Rauschenberg die wohl erste Bioenergiestadt Deutschlands werden. Darüberhinaus hat die Gesamtkommune Rauschenberg mit drei Nahwärmenetzen dann einen Großteil seiner Haushalte zukunftssicher, energieeffizient und klimaschonend versorgt.

Insgesamt soll mit einer Investitionssumme von 4,2 Millionen Euro über ein Nahwärmenetz von 10,5 Kilometern Länge insgesamt 167 Haushalte angeschlossen werden. Pumpen, ein Spitzenlastkessel und eine ausgefeilte Steuerung stellen die Versorgung sicher. Über die Hälfte des Jahresenergiebedarfs von 5.500 MWh können von der „Biogasanlage Fiddemühle“ abgedeckt werden. Der zweitgrößte Teil soll über eine Holzhackschnitzelanlage produziert werden und den Rest von knapp 5 Prozent wird ein Spitzenlastkessel liefern.

Weitere Informationen finden Sie auf derf Webseite der Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg e.G.

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Das Fähnlein im Wind: Seehofers CSU

Bayern wollte Vorreiter in Sachen Erneuerbare Energien sein. Die CSU schrieb in Ihren Programmen, was sie alles in Sachen Sonne, Wind und Wasser vorantreiben wollte, machte viele Wahlversprechen und kaum gibt es Bürgerproteste, da dreht sich Herr Seehofer nach dem Wind.

Es ist wie überall: Alle sind für Erneuerbare Energien, niemand für Kern- oder Kohlekraftwerke. Die ungelösten Entsorgungsprobleme, die Umweltzerstörung durch Uranabbau, Braunkohletagebau und die Toten im Steinkohlebergbau werden als schrecklich und unerträglich angesehen. Aber genau hioer und genau diese Energieproduktion muss nicht sein.

Nur wollen die Bürgerprotestler auch keinen Strom über lange Trassen transportiert wissen. Die CSU hat keine Lösungen, aber dreht sich so schnell im Wind, dass niemand weiß was sie gestern, heute oder morgen vertritt.

Nun klagen die Oppositionsparteien gegen due von der CSU-Regierung durchgesetzte 10H-Regel, die populistisch, aber sachlich nicht begründet WKA faktisch verhindert. IWR schreibt hierzu ausfürlich in seiner Online-Ausgabe.

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Korrosionsaspekte in Reaktordruckbehältern unterschätzt

Neue, sicherer als bisher konstruierte Reaktoren sind in Europa ohne hohe Subventionen nicht zu bauen, wie der Reaktorneubau in Frankreich und Finnland eindrücklich zeigen. In beiden Fällen sind Fertigstellung und Netzanschluss überfällig und die Kosten explodiert. Ein realistischer Strompreis aus diesen Reaktoren liegt doppelt so hoch wie bei aktueller Technik der Erneuerbaren Energien. Eine Endlagerung für stark strahlenden Abfall gibt es nicht.

Nun zeigen die erhöhte Zahl von Rissen in den Reaktordruckbehältern der beiden belgischen Atomkraftwerke Doel 3 und Tihange 2, dass auch das Nachrüsten von alten Reaktoren, wie auch Abriss und Endlagerung, den Atomstrom teuer macht. Ganz abgesehen von Forschung- und Entwicklung, die über europäische und nationale Programmen seit 50 Jahren bis heute jährlich in Milliarden von der öffentlichen Hand finanziert werden.

Wie der Chef der belgischen Atomaufsicht FANC, Jan Bens, letzte Woche bekannt gab, hat eine aktuelle Untersuchung der stählernen Behältern, dem Herzstück eines Kernreaktors mehr als 16.000 feine Risse aufgezeigt, 60% mehr als angenommen. Er warnte über den öffentlichen belgischen Fernsehsender VRT andere Länder: „Das ist möglicherweise ein weltweites Problem für den ganzen Nuklearsektor. Wir haben unsere internationalen Kollegen bereits informiert und beraten.“ Wie die taz berichtet sehen das die beiden Wissenschaftler, die die neue Untersuchung durchführten, genauso. „Ich wäre tatsächlich verwundert, wenn das nicht auch woanders auftritt“, sagte Walter Bogaerts von der Universität Leuven. „Ich befürchte, die Korrosionsaspekte wurden unterschätzt.“

 

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Großbritannnien will raus aus der Kohle

Wie der Guardian berichtet, unterzeichneten Premierminister David Cameron, Vizepremier Nick Clegg und Oppositionsführer Ed Miliband am Samstag ein gemeinsames Papier, in dem sie sich für eine Politik aussprechen, die „sich an den Grenzen des Planeten orientiert und die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad begrenzt“. Die taz berichtet über dieses überraschende klimapolitische Signal aus Großbritannien. Bedenklich ist allerdings, dass auf der Insel gleichzeitig hochsubventioniert neue Kernreaktoren gebaut werden sollen. Für den Atomstrom soll dort ein Vielfaches der Windstrompreise gezahlt werden.

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