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Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

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Klimawandel killt auch Douglasie

Gesunde Douglasie

Gesunde Douglasie

Viel Hoffnung setzten Waldbauern und Forstwissenschaftler in die Douglasie, die besser mit höheren Temperaturen und längerer Trockenheit zurechtkommt.

Doch nun setzt der Pilz „Diplodia“, ursprünglich beheimatet in ­mediterranen Ländern, wie ­Italien oder Spanien, nicht nur der heimischen Kiefer sondern auch der Douglasie zu. ­Immer häufiger lassen sich abgestorbenen Kronen in unseren Wäldern feststellen. Besonders betroffen ist der Wald bei Holzhausen und Hommertshausen. Befallene Kiefern und Douglasien müssen gefällt werden, damit die Ausbreitung des Pilzes möglichst begrenzt wird.

Der Pilzbefall ist seit dem 2008 auch in Hessen an Kiefern und Douglasien festzustellen. Durch die in ­Folge der Klimaveränderung in den vergangenen Jahren häufigeren trockenen Sommer und niederschlagsarmen Perioden findet der Pilz hier ­gute Lebensbedingungen, stellen Forstexperten fest. Wenn er dann auf ­die dadurch geschwächte Bäume trifft, hat er leichtes Spiel.

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Überschwemmungen und Waldbrände

Wir sind mitten im Klimawandel! Doch weiter möchten gerne so einige die Augen mit Hinweis verschließen, das gab es doch schon immer, das ist Wetter. Ja, richtig, das ist  Wetter! Klima ist die Tatsache, dass solche Extremwetterereignisse drastisch zunehmen, weil sich Strömungen verlagern und weil mehr Energie in der Atmosphäre ist.

Und richtig: das Klima hat sich schon immer verändert. Doch zu 99% der Klimageschichte der Erde, hätte kein Mensch auf ihr, keine menschliche Kultur sich entwickeln können. Menschengemacht ist die Geschwindigkeit der aktuelle Veränderung, die, wenn sie sich so fortsetzt, wieder zu einem Klima führt, in der menschliches Leben nicht möglich ist.

Und schon jetzt ist es in vielen Regionen der Erde bedroht. Menschen fliehen vor den Folgen oder den Verteilungskämpfen um Ressourcen. Hier in Europa haben wir fürchterliche Waldbrände wie aktuell in Portugal oder Überschwemmungen durch Starkregen. Es kommen auch bei uns Menschen um, was schrecklich ist, aber es fliehen deshalb keine Menschen aus Europa.Das Umweltbundesamt bietet eine Übersicht über die Folgen des Klimwandels. Weiterlesen

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Vorreiter bei Erneuerbaren Energien Costa Rica

Costa Rica, eines der schönsten und artenreichsten Länder der Erde, ist Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien und hat in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 2017 nahezu 100% der gesamten Stromerzeugung durch erneuerbare Energien abgedeckt.

Und es ist damit auch ökonomisch erfolgreich und  das in einer Region, in der die Abhängigkeit von fossilen Energien zu sozialen Unruhen führt. Konsequenter Natur- und Umweltschutz sind zentraler Bestandteil der Umweltpolitik Costa Ricas. Rund 30 Prozent der Landesfläche stehen heute unter Naturschutz, wie das Geo-Magazin berichtet. Costa Rica gilt daher als globales Ökovorbild.

Donald Trump will die USA wieder zurück zu Kohle und Öl beamen und ignoriert, dass weltweit in Erneuerbare Energien derzeit mehr investiert wird als in die atomar-fossile Energiequellen zusammen. Der globale Finanzinvestor Octopus Energy teilte vor kurzem mit, dass dies zur Zeit jedes Jahr 300 Milliarden Dollar seien.

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Teurer Rückbau?

Mit horrenden Zahlen, die in die Millionen gehen versuchen Windkraftgegner gerne den Grundstückseignern Angst zu machen, da sie aufgrund der Baulasten, die zur Verwirklichung der Windenergieanlagen nötig, ja haftbar gemacht würden.

Und es ist ja auch richtig, dass der Rückbau mindestens so aufwendig ist wie der Aufbau. Mithilfe von zwei Kränen wird jede Anlage Stück für Stück abgetragen und schließlich, wenn kein Repowering auf dem Standort stattfindet, das Fundament so beseitigt, dass wieder Forst- oder Landwirtschaft betrieben werden kann. Hierfür verlangt der Bundesgesetzgeber Verpflichtungserklärungen des Betreibers und von den Genehmigungsbehörden bei aktuellen Anlagen etwa € 130.000,- je nach Bundesland Rückstellungen oder Bürgschaften, so dass dieser selbst bei einer Insolvenz gewährleistet ist. Die Behörde muss durch „geeignete Maßnahmen bei Erteilung der Genehmigung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Rückbau, zu dem sich der Vorhabenträger […] verpflichtet hat“, auch tatsächlich durchgesetzt werden kann (vgl. BVerwG Urteil vom 17.10.2012 – Az. 4 C 5.11, s. auch Energiedialog NRW)

Die Ertfahrungswerte aus dem Rückbau von bisher rund 1.000 WEA zeigt, dass die Größenordnung von Rückstellungen und Bürgschaften eher hoch angesetzt sind. Zudem müssen sie durch aktuelle Angebote in Abständen aktualisiert werden. Und Turbinen, Rotorblätter, Turmhäuser und andere Komponenten aus ausrangierten deutschen Windanlagen sind in anderen Ländern vor allem in Polen, Italien oder Russland sehr begehrt. Es hat sich ein Gebrauchtmarkt entwickelt, auf dem sich für diese Bauteile gute Preise erzielen lassen.

Dennoch auch für die Branche ist es ein Thema, dass der Rückbau aufwendig und teuer ist: Er kostet aktuell zwischen 20.000 und 30.000 Euro pro Windkraftanlage, die Einnahmen aus dem Verkauf der Bauteile und Rohstoffe sind dabei allerdings schon eingerechnet. Auch Alexander Brehm, ein Projektleiter für Großkomponenten bei psm, einem Unternehmen das sich auf die Wartung, Instandsetzung und den Abbau von Windkraftanlagen spezialisiert hat, berichtet, dass die Firma pro demontierte Anlage bis zu 30.000 Euro in Rechnung stellt. Angesichts der Wirtschaftsinteressen des Unternehmens wird diese Zahl sicherlich nicht zu niedrig angesetzt sein.

Weitere Informationen zum Stand von Bau und Rückbau bietet die Onshore-Statistik des BWE und das Handelsblatt.

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(Des)informationsveranstaltung zum Thema Wind­kraft

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte in dem Handlungsreisenden Ahlborn in Sachen „Energiewende verhindern“ schon etwas von Don Quichote gesehen werden. Mit Halbwahrheiten, lange widerlegten Mythen und in einem Rundumschlag gegen alle grün-links versifften Politiker macht er das Geschäft der Atom- und Kohlelobby und hilft dabei gerne lokalen FDP- und AfD-Politikern hiermit in deren Ablehnung der Erneuerbaren Energien.

Am vergangenen Freitag besuchte er auf Einladung des FDP-Kreisvorsitzenden Marburg-Michelbach. Es lohnt nicht erneut auf alle Argumente von Herrn Ahlborn einzugehen, so oft wie diese schon widerlegt wurden. So wurden sie u.a. in Bürgerenenergieforen des hessischen Energiegipfels wie in Weilmünster Ende 2014 behandelt. In Biebertal wurden vor kurzem seine Thesen zerpflückt und schon 2014 in Nauroth (siehe unten stehenden dokumentierten Leserbrief).

Für ihn sind die Experten des Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik quasi Ökoterroristen und auch die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt liegen mit ihrer 40jährigen Energieforschung natürlich völlig daneben und können seinen Sachverstand nicht beeindrucken.

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Wald- contra Windkraftnutzung

In Deutschland gibt es rund 11 Millionen Hektar Wald, etwa ein Drittel des Bundesgebietes. 42%  sind es in Hessen. Und die Waldfläche in Deutschland wächst.

1-2% des Waldes werden durch Bewirtschaftung im Jahr erneuert, also der Wirtschaftswald ingesamt alle 60-80 Jahre. Einige Bäume stehen länger als wirtschaftlich sinnvoll, da nur etwa 3/4 von dem entnommen wird, was nachhaltig möglich wäre. Daher wächst auch die Holzmasse. Fast die Hälfte des Erlöses geht für die Bewirtschaftung drauf.

An typischen Windkraftstandorten auf den Kämmen, der in der Regel bewaldeten Höhenzüge, werden max. 5.000 qm dauerhaft pro Standort benötigt und noch einmal zeitlich begrenzt weitere maximal 5.000 qm. In den heimischen Wirtschaftswäldern kann zudem durch die Nutzung bestehender Wirtschaftswege, die inzwischen meist eine für den Bau ausreichende Breite haben, sowie von Windwurfflächen der zusätzliche Einschlag erheblich minimiert werden.

So bleiben meist über 99% des Waldes unberührt. Bspw. beträgt die Gesamtfläche des Wollenbergs 14.000.000 qm,  die am Standort Görzhäuser Hof etwa 6.000.000 qm. Da zwischen 1 und 2% Wald pro Jahr eingeschlagen werden, d.h. eine Holzmenge, die minimal 60 bzw. 140.000 qm entspricht, ist das jeweils ein Mehrfaches von dem, was für die Windkraftstandorte an Fläche benötigt wird.

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Fakten statt Mythen zur Windkraft

Leider bewegt sich die Argumentationslinie zu Windkraftstandorten zunehmend fernab von Fakten. Lange widerlegte und oftmals von Lobbyisten seit zwei Jahrzehnten platzierte Behauptungen (s.u.) werden immer wieder ins Spiel gebracht, wissenschaftliche Fakten wie das gesamte Genehmigungsverfahren hingegen als interessengeleitet denunziert.

Argumenten wir Immobilienpreisverfall, Infraschall, Subventionsabzocke u.v.m. ist so kaum beizukommen. Doch letztlich bleibt nichts anderes übrig als den Mythen immer wieder Fakten entgegenzustellen. Im Zusammenhang mit dem Windkraftprojekt am Wollenberg haben ich dies getan. Diese gelten im Grundsatz  unverändert bei jedem anderen. Ich werde mich in  den nächsten Wochen darum bemühen, sie durch aktuelle Erkenntnisse zu ergänzen.

Zudem sind beim Bundesumweltamt sowie beim Solarförderverein gute Zusammenstellungen von Fakten zu finden und auch der Bundesverband Windenergie  gibt aus seiner Sicht Antworten auf Einwände gegen Windenergie.

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US-Atomsparte droht Toshiba in den Ruin zu reißen

Massive Kostenüberschreitungen beim Bau von Atomkraftwerken führen zu Milliardenverlusten der US-Atomsparte und drohen den Mutterkonzern Toshiba in den Ruin zu reißen. Um dies abzuwenden hat das Tochterunternehmen Westinghouse Electric Copmpany Insolvenz angemeldet.

Die Probleme begannen, so melden übereinstimmend Schweizer Fernsehen und Handelsblatt,  das nachdem Toshiba 2015 ein Sepzialunternehmen in den USA zum Bau von Kernkraftwerken zugekauft hatte. Bei zwei AKWs, die in South Carolina und Georgia schon im Bau waren, stiegen die Kosten drastisch an, so der SFR. In der Folge musste Toshiba Milliarden abschreiben.

Nun stellen sich so einige Fragen: Wer kommt für die Kosten der Bauruinen muss? Wieviele Arbeitsplätze gehen in den USA verloren gehen und wie stellt sich die US-Regierung dazu? US-Präsident Donald Trump ist ein großer Verfechter von Kohle-, Kernernergie und des klassischen militärisch-industriellen Komplex. Laut einem japanischen Regierungssprecher laufen hierzu mit Washington bereits Gespräche.

s. auch Online-Artikel der Deutsche Welle

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Extremwetter in Australien

Der australische Sommer hat in diesem Jahr alle Rekorde gebrochen. Hitzewellen, Buschfeuer und Überschwemmungen sorgten in dem von Dezember bis Februar für extremme Belastung von Mensch, Natur und Wirtschaft. Australien verzeichnete mehr als 200 neue Wetterrekorde binnen 90 Tagen. So war der Januar 2017 der heißeste seit mehr als 100 Jahren in Sydney. Wegen der Hitzewelle wird vor Stromausfällen gewarnt und gebeten auf die Nutzung von Wasch- und Spülmaschinen zu verzichten. Es kam verschiedentlich  zu kleineren Ausfällen. Im Bundesstaat New South Wales wurde ein generelles Verbot ausgesprochen, Feuer zu entzünden.Flughunde fielen vom Himmel.

Doch die Hitze war nur ein Extrem, von dem Australien betroffen war. In der Küstenstadt Perth etwa gab es starke Regenfälle,  im Bundesstaat Western Australia war es besonders kalt. In einigen Gebieten Tasmaniens fiel sogar Schnee. Die Verfeuerung von Kohle, Öl und Gas heizen die Extreme weiter an und solche Wetterphänomene würden sich «in den nächsten Jahrzehnten» verschlimmern, sagte Will Steffen vom Klimarat in Australien. Doch die australische Regierung setzt weiter auf Kohle.

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Energie-Mythen: Windkraftanlagen töten massenweise Vögel

Es gibt Mythen über die Windkraft, die sich trotz zahlreicher Widerlegungen felsenfest halten. Dazu gehört der Mythos, dass Windkraftanlagen massenweise Vögel töten. Windkraft_und_Vogel_(c) Luise/pixelio.deVon 100.000 bis 200.000 Vögel wird gesprochen, oft pro Jahr gemeint. Belegt sind durch die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg, die seit 1989 bundesweit alle Meldungen in einer zentralen Datenbank sammelt, 581 Funde (bis 2014, danach sprunghafter Anstieg auf über 3.000). Die tatsächliche Zahl wird sicher höher liegen. 10 000 und 100 000 pro Jahr sind nach Expertenmeinung durchaus eine realistische Größenordnung, das wären dann ein bis fünf Vögeln pro Anlage und Jahr.

Wie ordnet sich das ein, denn jeder kennt ja die Kollissionen von Vögeln mit Glasscheiben, Gebäuden insgesamt oder mit Hochspannungsleitungen?

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