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Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

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Milliarden für die Atomkraft?

Die Kosten für neue Atomkraftwerke in Europa und den USA laufen aus dem Ruder. Nur mit irrwitzigen Unterstützungen, wie sie schon bei den letzten vor langer Zeit in den USA gebauten Reaktoren üblich waren und wie sie nun auch Großbrittanien plant, sind Unternehmen noch bereit in die Atomkraft zu investieren. Ein doppelt so hoher Strompreis wie derzeit soll über Jahrzehnte garantiert werden. Forschung und Entwicklung, Sicherheit und Entsorgung soll der Steuerzahler bezahlen, bei einer über 50 Jahre alten Technologie.

Zum Vergleich: Im EEG ist zur Förderung neuer Technologien der Erneuerbaren ein jährlich sinkender Betrag angesetzt und jeweils auf zwanzig Jahre begrenzt. Dieser ist u.a. bei der Windkraft schon und bald auch bei Solarstrom auf Marktniveau. Forschung und Entwicklung werden vergleichsweise gering gefördert, Sicherheit und Entsorgung haben die Unternehmen zu bezahlen.

Nun werden durch ein geleaktes Diskussionspapier des „SET-Plan-Sekretariats“ der EU-Kommission Überlegungen bekannt, der Atomwirtschaft mit Steuermilliarden das Leben zu verlängern.  Sven Giegold, Sprecher von Bündnis90/Die Grünen im Europaparlament hat das Dokument auf seine Webseite gestellt und kommentiert die Empfehlungen aus der EU-Kommission zum Ausbau der Atomkraft.

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30 Jahre Tschernobyl

Dokumentationen zeigen dieser Tage das ganze Elend, in das hundertausende Menschen vor Ort der Reaktorkatastrophe, Bewohner der Region und die sog. Liquidatoren gestürzt wurden.  Menschen starben, verloren Hab und Gut, Angehörige und Nachbarn. Ihre Kinder wurden tot oder mit Missbildungen oder Erkrankungen geboren.

Und auch im übrigen Europa sind die Auswirkungen bis heute messbar. Eines der wichtigesten radiaktoven Isotope, Cäsium 137 ist gerade mal zur Hälfte zerfallen. Das bedeutet aufgrund der ungleichen Verteilung auch bei uns, dass manche Regionen mit doppelt oder mehrfach so hoher Belastung nun immer noch so stark belastet sind, wie vor 30 Jahre andere. In Bayern ist dadurch Wild iocht selten so gefährlich wie nach dem Reaktorunfall oder Wildpilze aus Polen.

Schon vor Tschernobyl waren Reaktorneubauten ohne staatliche Förderung in den Ländern mit hohen Sicherheitsstandards unwirtschaftlich. Doch nach Jahrzehnten von Planung und Bauzeit wurden noch einige zu Ende gebaut, andere sind faktisch Bauruinen. Es gibt kein sicheres Endlager auf der Welt für hochradioaktiven Abfall und das Restrisiko ist angesichts solcher Katastrophen wie auch in Fukishima untragbar. Dennoch scheinen manche Politiker dies nicht wahrhaben zu wollen.

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Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker

Die Anhänger von Verschwörungstheorien haben in den etablierten Parteien kein Zuhause mehr und sammeln sich nun in den außerparlamentarischen Bewegungen wie Pegida und der von ihr okkupierten Partei, der AfD. Dort können Sie Erklärungen für die verängstigenden Probleme in der Gesellschaft und am besten auch gleich Schuldige finden. Dies gilt gleichermaßen für echte Probleme wie sozialen Abstieg und Terrorismus, wie für diffuse Ängste wie für Überfremdung und globaler Verschwörung.

Komplexe Fragen gehören eher zu dem, was Angst macht. Die Ursachen von wachsender Ungleichheit und die regional ganz unterschiedlichen Auswirkungen der Klimaveränderungen lassen sich einfacher mit einer Verschwörung erklären. Doch die etablierten Parteien mit Ausnahme der Seehofer-CSU scheuen inzwischen vor einfachen Stammtischparolen zurück und liefern differenzierte Positionen, von denen sich mancher Wähler eher überfordert fühlt.

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Gefahr aus Atomkraftwerken an Deutschlands Grenzen

Störfälle in den belgischen und tschechischen Reaktoren sind fast alltäglich und nun berichteten „WDR“ und „Süddeutsche Zeitung“, dass auch im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze ein Zwischenfall im April 2014 deutlich gravierender gewesen sein soll, als von der französischen Atomaufsicht ASN dargestellt. Ein Wassereinbruch hatte die Elektrik beschädigt und zur Abschaltung eines Reaktors geführt.

Im dichtbesiedelten Mitteleuropa führte ein Reaktorunfall zu einer unermesslichen Katastrophe. Doch beim Umstieg von Kern- und Kohlekraftwerken, die jährlich tonnenweise Quecksilber in die Luft pusten und hektarweise Land  bei Tagebau verbrauchen zu den Erneuerbaren Energien diskutieren wir über jeden einzelnen Vogel und das Landschaftbild. Die Naturschutzabwägungen sind völlig irrational geworden.

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5 Jahre nach der Katastrophe in Fukushima

Am 11. März 2016 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal, am 26. April ist der GAU von Tschernobyl 30 Jahre her.

Zwei weiträumige Regionen sind durch diese Unfälle dauerhaft radioaktiv verseucht und unbewohnbar geworden. Mit dem Zurückkehren der Menschen um die jeweiligen Sperrzonen herum, ist eine Scheinnormalität eingekehrt, die darüber hinwegtäuscht, dass dennoch viele ihre Heimat verloren haben und manche heute noch gezwungen sind, in Angst, Unsicherheit und Aussichtslosigkeit zu leben.

Zudem kosten beide Katastrophen noch heute die Allgemeinheit jährlich zig Millionen und kein Ende ist in Sicht. Deutschland hat zwar nach dem 11. März 2011 den Atomausstieg beschlossen, aber noch immer sind acht Atommeiler am Netz. In unseren Nachbarländern sind es noch viel mehr, neun davon stehen an der deutschen Grenze. Nach wie vor weiß keiner, wo der radioaktive Müll hin soll – und täglich kommt neuer hinzu. Und dieses unveranwortliche Verhalten wird seit 50 Jahren weltweit praktiziert.

Die Fertigstellung neuer als sicher deklarierte Reaktoren in Frankreich und Finnland sind Jahre überfällig und ein Vielfaches teurer als geplant, so dass deren Strom deutlich teurer als moderner Solar- und Windkraftwerke wird, wenn sie denn irgendwann welchen produzieren. Auch GB will seinen Bürgern den Strom aus neuen Reaktoren teurer verkaufen, als der aus regenerativen Quellen, nur um wieder in den Kernenergie einzusteigen.

Wie kann es sein, dass diese Regierungen, wie übrigens auch die japanische, entgegen aller Vernunft am Atomkurs festhält? Ist die Lobbyarbeit von Großkonzernen bei den Regierungen und der Stimmungsmache so erfolgreich? Es liegt offenbar noch ein harter und steiniger Weg vor all jenen, die weg von der Umweltzerstörung durch Atomkraft und Kohle, Erdgas und Erdöl durch eine Energiewende wollen.

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Frankreich: Atomkraft steht in Frage

so mutmaßte schon im Sommer diesen Jahres das Handelsblatt in dem Artikel „Frankreich wird plötzlich zum Land der Energiewende„.  Denn das atomare Musterland hatte sich mit einem Gesetz zur Energiewende ehrgeizige Ziele gesetzt und die Allmacht der Atomkraft bei der Stromversorgung beschnitten. Der Gastgeber der UN-Klimakonferenz wollte auch bei den Erneuerbaren Energien mit gutem Beispiel vorangehen.

Doch das war sicher nur ein Grund, denn die Kernenergie beschert dem Staatsunternehmen Areva zunehmend Verluste, so dass das zweite Staatsunternehmen im Energiesektor EDFgedrängt wurde dessen reaktorgeschäft zu übernehmen. Eine Woche nach dem o.g. Artikel berichtete das Handelsblatt, dass der französische Stromriese EDF das Reaktorgeschäft des angeschlagenen Atomkonzerns Areva übernimmt . Die beiden mehrheitlich vom Staat kontrollierten Unternehmen schlossen noch im Juli eine Vereinbarung, wonach EDF zwischen 51 und 75 Prozent der Areva-Reaktorsparte Areva NP (Nuclear Power) übernehmen wird.

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Weltklimakonferenz zum Weltklimavertrag

Die 21. Internationale Klimakonferenz (Conference of the Parties, COP21) geht in die Schlusspghase. Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 in Paris verhandelte die Weltgemeinschaft über das erste global verbindliche Klimaschutzabkommen.

Ziel ist ein Abkommen, dessen verbindliche Maßnahmen so gestaltet sind, dass sie die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen. Für einige Inselsstaaten ist schon Anstieg von zwei Grad zu viel, da selbst dann mit massiven Folgen für Ökosysteme und Gesellschaften zu rechnen ist.

Die wissenschaftlichen und politischen Hintergründe dokumentiert die Klimaallianz.
Live von der Konferenz berichtet die Zeit online.

DPA fasst laut Südeutscher Zeitung die letzten Streitpunkte zusammen.

FINANZEN: Die Entwicklungsländer möchten ab 2020 mehr als die von den Industrieländern zugesagten 100 Milliarden Dollar (91 Milliarden Euro) pro Jahr an Finanzhilfen bekommen. Die Industrieländer wollen, dass dann auch die Ölstaaten und große Schwellenländer mitzahlen. Länder wie China wehren sich jedoch sogar gegen die derzeit im Vertragsentwurf stehende Aufforderung, freiwillig etwas zu zahlen.

KLIMASCHUTZZIELE: Da die vorgelegten Klimaschutzpläne nicht ausreichen, um die Erderwärmung wie gewünscht auf zwei Grad zu begrenzen, soll nach dem Willen der EU alle fünf Jahre nachgebessert werden. Indien und andere Länder sind gegen eine feste regelmäßige Überprüfung und Verbesserung der Ziele.

VERLUSTE UND SCHÄDEN: Viele kleinere Länder möchten, dass die Industrieländer ihre Verluste und Schäden durch den Klimawandel zumindest anerkennen. Die Industrieländer befürchten jedoch, dann in die Verantwortung genommen zu werden und einmal viel Geld zahlen zu müssen. Vor allem die USA sind dagegen.

TRANSPARENZ: Heftig gestritten wird auch noch darum, wie genau alle Länder ihre Klimaschutzaktivitäten und Daten zu den Treibhausgasen registrieren und offenlegen sollen.

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Neue Studie – Klimaschutz: Der Plan

Unter diesen Titel veröffentlichte Greenpeace eine neue Studie nach der der Atomausstieg bis 2018 und das Ende der Braunkohle bis 2030, sowie das der Steinkohle bis 2040 in Deutschland technisch machbar seien.

Die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien sei bis 2050 sei möglich, inklusive der oft unberücksichgten Enegiesegmente Wärme und Mobilität.Die taz zitiert Niklas Schinerl, den Energie-Experten von Greenpeace: „Wir als bedeutende Wirtschaftsnation, als Land mit nur mäßigem Sonnenschein und einem sehr hohen Lebensstandard können es vormachen.“

Das Energiekonzept mit dem Titel „Klimaschutz: Der Plan“, legt die Umweltorganisation eine installierte Photovoltaik-Leistung von 50 Gigawatt im Jahr 2020 und 110 Gigawatt im Jahr 2050 zugrunde, ausgehend von aktuell rund 40 Gigawatt. Die Windkraftleistung müsste von heute gut 40 Gigawatt bis 2050 auf fast 150 Gigawatt ausgebaut werden.

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Kriegsursache Klimawandel

Eine aktuelle Studie bekräftigt die Mitursache von Klimawandel an Krieg und Flucht am Besipiel Syrien. Weniger Regen und höhere Temperaturen sind nach den amerikanischen Wissenshcaftler mit ein Auslöser für den bewaffneten Konflikt gewesen.

Die taz dokumentiert die Ergebniusse der National Academy of Sciences: „Das legt zumindest eine kürzlich in den renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences der USA erschienene Studie nahe. Die Forscher um Colin Kelley von der University of California sowie der Columbia University of New York beschreiben zunächst die Abfolge der Ereignisse. In den Jahren 2007 bis 2010 suchte Syrien die schlimmste Dürre in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Wetteraufzeichnungen heim.

In der Folge fielen die Ernten aus, verendete das Vieh, zogen rund anderthalb Millionen Umweltflüchtlinge aus ländlichen Gebieten und suchten zumeist in der Peripherie der großen syrischen Städte wie Aleppo Zuflucht. In diesen Vorstädten, geprägt durch illegale Siedlungen, Arbeitslosigkeit, Überfüllung, unzureichende Infrastruktur und Kriminalität, lag die Keimzelle der syrischen Revolte, die im März 2011 begann.“

Der ganze Artikel von Prof. Stefan Rahmstorf am 20.10.2015 in der taz.

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Globale Verantwortung: Klimawandel und Flüchtlinge

Die meisten Menschen wollen in Ihrer Heimat bleiben. Selbst wenn diese durch Krieg, Trockenheit oder Überschwemmungen lebensfeindlich geworden ist, fliehen sie meist nur in die nächste sichere Region und hoffen auf eine Rückkehr. Das stellen die Vertreter der Hilfsorganisationen immer wieder fest. Drei Prozent der Weltbevölkerung sind auf der Flucht. Dabei ändert sich dieser Anteil kaum, doch müssen immer mehr Menschen wegen Klimaveränderungen und Extremwetterereignissen, sowie den Folgen Hunger und gewaltsamen Verteilungskämpfen fliehen. Diese heißen dann aber meist Wirtschafts- oder Armutsflüchtlinge.

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