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Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

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(Des)informationsveranstaltung zum Thema Wind­kraft

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte in dem Handlungsreisenden Ahlborn in Sachen „Energiewende verhindern“ schon etwas von Don Quichote gesehen werden. Mit Halbwahrheiten, lange widerlegten Mythen und in einem Rundumschlag gegen alle grün-links versifften Politiker macht er das Geschäft der Atom- und Kohlelobby und hilft dabei gerne lokalen FDP- und AfD-Politikern hiermit in deren Ablehnung der Erneuerbaren Energien.

Am vergangenen Freitag besuchte er auf Einladung des FDP-Kreisvorsitzenden Marburg-Michelbach. Es lohnt nicht erneut auf alle Argumente von Herrn Ahlborn einzugehen, so oft wie diese schon widerlegt wurden. So wurden sie u.a. in Bürgerenenergieforen des hessischen Energiegipfels wie in Weilmünster Ende 2014 behandelt. In Biebertal wurden vor kurzem seine Thesen zerpflückt und schon 2014 in Nauroth (siehe unten stehenden dokumentierten Leserbrief).

Für ihn sind die Experten des Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik quasi Ökoterroristen und auch die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt liegen mit ihrer 40jährigen Energieforschung natürlich völlig daneben und können seinen Sachverstand nicht beeindrucken.

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Wald- contra Windkraftnutzung

In Deutschland gibt es rund 11 Millionen Hektar Wald, etwa ein Drittel des Bundesgebietes. 42%  sind es in Hessen. Und die Waldfläche in Deutschland wächst.

1-2% des Waldes werden durch Bewirtschaftung im Jahr erneuert, also der Wirtschaftswald ingesamt alle 60-80 Jahre. Einige Bäume stehen länger als wirtschaftlich sinnvoll, da nur etwa 3/4 von dem entnommen wird, was nachhaltig möglich wäre. Daher wächst auch die Holzmasse. Fast die Hälfte des Erlöses geht für die Bewirtschaftung drauf.

An typischen Windkraftstandorten auf den Kämmen, der in der Regel bewaldeten Höhenzüge, werden max. 5.000 qm dauerhaft pro Standort benötigt und noch einmal zeitlich begrenzt weitere maximal 5.000 qm. In den heimischen Wirtschaftswäldern kann zudem durch die Nutzung bestehender Wirtschaftswege, die inzwischen meist eine für den Bau ausreichende Breite haben, sowie von Windwurfflächen der zusätzliche Einschlag erheblich minimiert werden.

So bleiben meist über 99% des Waldes unberührt. Bspw. beträgt die Gesamtfläche des Wollenbergs 14.000.000 qm,  die am Standort Görzhäuser Hof etwa 6.000.000 qm. Da zwischen 1 und 2% Wald pro Jahr eingeschlagen werden, d.h. eine Holzmenge, die minimal 60 bzw. 140.000 qm entspricht, ist das jeweils ein Mehrfaches von dem, was für die Windkraftstandorte an Fläche benötigt wird.

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Fakten statt Mythen zur Windkraft

Leider bewegt sich die Argumentationslinie zu Windkraftstandorten zunehmend fernab von Fakten. Lange widerlegte und oftmals von Lobbyisten seit zwei Jahrzehnten platzierte Behauptungen (s.u.) werden immer wieder ins Spiel gebracht, wissenschaftliche Fakten wie das gesamte Genehmigungsverfahren hingegen als interessengeleitet denunziert.

Argumenten wir Immobilienpreisverfall, Infraschall, Subventionsabzocke u.v.m. ist so kaum beizukommen. Doch letztlich bleibt nichts anderes übrig als den Mythen immer wieder Fakten entgegenzustellen. Im Zusammenhang mit dem Windkraftprojekt am Wollenberg haben ich dies getan. Diese gelten im Grundsatz  unverändert bei jedem anderen. Ich werde mich in  den nächsten Wochen darum bemühen, sie durch aktuelle Erkenntnisse zu ergänzen.

Zudem sind beim Bundesumweltamt sowie beim Solarförderverein gute Zusammenstellungen von Fakten zu finden und auch der Bundesverband Windenergie  gibt aus seiner Sicht Antworten auf Einwände gegen Windenergie.

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US-Atomsparte droht Toshiba in den Ruin zu reißen

Massive Kostenüberschreitungen beim Bau von Atomkraftwerken führen zu Milliardenverlusten der US-Atomsparte und drohen den Mutterkonzern Toshiba in den Ruin zu reißen. Um dies abzuwenden hat das Tochterunternehmen Westinghouse Electric Copmpany Insolvenz angemeldet.

Die Probleme begannen, so melden übereinstimmend Schweizer Fernsehen und Handelsblatt,  das nachdem Toshiba 2015 ein Sepzialunternehmen in den USA zum Bau von Kernkraftwerken zugekauft hatte. Bei zwei AKWs, die in South Carolina und Georgia schon im Bau waren, stiegen die Kosten drastisch an, so der SFR. In der Folge musste Toshiba Milliarden abschreiben.

Nun stellen sich so einige Fragen: Wer kommt für die Kosten der Bauruinen muss? Wieviele Arbeitsplätze gehen in den USA verloren gehen und wie stellt sich die US-Regierung dazu? US-Präsident Donald Trump ist ein großer Verfechter von Kohle-, Kernernergie und des klassischen militärisch-industriellen Komplex. Laut einem japanischen Regierungssprecher laufen hierzu mit Washington bereits Gespräche.

s. auch Online-Artikel der Deutsche Welle

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Extremwetter in Australien

Der australische Sommer hat in diesem Jahr alle Rekorde gebrochen. Hitzewellen, Buschfeuer und Überschwemmungen sorgten in dem von Dezember bis Februar für extremme Belastung von Mensch, Natur und Wirtschaft. Australien verzeichnete mehr als 200 neue Wetterrekorde binnen 90 Tagen. So war der Januar 2017 der heißeste seit mehr als 100 Jahren in Sydney. Wegen der Hitzewelle wird vor Stromausfällen gewarnt und gebeten auf die Nutzung von Wasch- und Spülmaschinen zu verzichten. Es kam verschiedentlich  zu kleineren Ausfällen. Im Bundesstaat New South Wales wurde ein generelles Verbot ausgesprochen, Feuer zu entzünden.Flughunde fielen vom Himmel.

Doch die Hitze war nur ein Extrem, von dem Australien betroffen war. In der Küstenstadt Perth etwa gab es starke Regenfälle,  im Bundesstaat Western Australia war es besonders kalt. In einigen Gebieten Tasmaniens fiel sogar Schnee. Die Verfeuerung von Kohle, Öl und Gas heizen die Extreme weiter an und solche Wetterphänomene würden sich «in den nächsten Jahrzehnten» verschlimmern, sagte Will Steffen vom Klimarat in Australien. Doch die australische Regierung setzt weiter auf Kohle.

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Energie-Mythen: Windkraftanlagen töten massenweise Vögel

Es gibt Mythen über die Windkraft, die sich trotz zahlreicher Widerlegungen felsenfest halten. Dazu gehört der Mythos, dass Windkraftanlagen massenweise Vögel töten. Windkraft_und_Vogel_(c) Luise/pixelio.deVon 100.000 bis 200.000 Vögel wird gesprochen, oft pro Jahr gemeint. Belegt sind durch die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg, die seit 1989 bundesweit alle Meldungen in einer zentralen Datenbank sammelt, 581 Funde (bis 2014, danach sprunghafter Anstieg auf über 3.000). Die tatsächliche Zahl wird sicher höher liegen. 10 000 und 100 000 pro Jahr sind nach Expertenmeinung durchaus eine realistische Größenordnung, das wären dann ein bis fünf Vögeln pro Anlage und Jahr.

Wie ordnet sich das ein, denn jeder kennt ja die Kollissionen von Vögeln mit Glasscheiben, Gebäuden insgesamt oder mit Hochspannungsleitungen?

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Bärbel Höhn im Moma zu Gaspreisen

Angesichts der Nichtweitergabe der seit Jahren sinkenden Gaspreise an die Endverbraucher sagte die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn im ARD-Morgenmagazin, es sei wichtig, den Wettbewerb im Gasmarkt weiter zu fördern und die Privathaushalte zu stärken, damit die Preisnachlässe endlich ganz bei den Kunden ankämen.

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Klimaschutz findet in den Kommunen statt.

Vor fast 9 Jahren habe ich als Lahntaler Beigeordneter die kommunale Charta für den Klimaschutz mit erarbeitet, die dann vor gut sieben Jahren u.a. von den Bürgermeistern der Nordkreiskommunen unterzeichnet wurde. Dies war gleichzeitig der Start für die  Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes und die Begleitung der Umsetzung durch einen Klimaschutzmanager.

Seitdem beteilige ich mich in der Steuerungsgruppe im Umweltministerium an der Weiterentwicklung des Projektes „100 Kommunen für den Klimaschutz“. Mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg trat nun beim Jahrestreffen am 3.11. die 146. Kommune diesem Netzwerk bei. Damit ist die Verstetigung des freiwilligen und aktiven kommunalen Einsatzes für den Klimaschutz nicht mehr zu verkennen. Klimaschutzministerin Priska Hinz würdigte bei dem Treffen das Engagement und rief einen Wettbewerb aus.

Klimawandel kann nur gebremst werden, wenn wir uns auf allen Ebenen für
Klimaschutz einsetzen“, sagte Priska Hinz beim Jahrestreffen, das nun „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ heißen und den Projekttitel ablegen will. „Mittlerweile müssen wir lernen mit bestimmten Auswirkungen des Klimawandels zu leben. Darum haben wir, neben dem Klimaschutz, auch die Anpassung an den Klimawandel zum gleichwertigem Ziel des Projekts erklärt“, erläuterte Ministerin Hinz den neuen Namen des Projekts, bei dem die Teilnehmer eine Klimaschutz-Charta unterzeichnen und sich so verpflichten, auf der Grundlage einer CO2-Bilanz, Aktionspläne mit Klimaschutzmaßnahmen zu erstellen und diese umzusetzen.

„Von kommunalen Kampagnen zur Förderung von Solardächern, über die energetische
Sanierung von Bürgerhäusern und Schulgebäuden, bis hin zu Projekten, die
Bürgerinnen und Bürger für Klimaschutz sensibilisieren und motivieren: Die
Maßnahmen der Klima-Kommunen sind vielfältig. Im Projekt können sie sich
austauschen und voneinander lernen“, so Priska Hinz.

Um diesen Austausch zu intensivieren und Vorzeigeprojekte zu belohnen, rief die
Ministerin beim diesjährigen Jahrestreffen einen Wettbewerb der Klima-Kommunen aus.
Besonders innovative Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen sollen beim
kommenden Hessentag mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 60.000 Euro belohnt
werden. Eine Fachjury wird die Projekte bewerten. Ein Sonderpreis wird für die
Kategorie „Gemeinsam fürs Klima – interkommunale Kooperation“ vergeben.
„Klimaschutz und Klimaanpassung sind für alle ein Gewinn – ich hoffe, dass sich davon
in Zukunft noch mehr Kommunen und Landkreise überzeugen lassen und dem
Projekt beitreten“, so die Ministerin. Bereits jetzt erhalten die teilnehmenden Kommunen
erhöhte Fördersätze im Programm für Klimaschutz und Klimawandelanpassung des
hessischen Umweltministeriums. So bekommen sie bei investiven Klimaschutzoder
Klimaanpassungsmaßnahmen 70 Prozent Förderung vom Land.

Beim Jahrestreffen ging es neben dem Erfahrungsaustausch und der Weiterentwicklung des Projekts auch um den Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025, der aktuell von der Landesregierung erarbeitet wird: „Kommunale Vertreterinnen und Vertreter sind beim Entstehungsprozess eingebunden und wichtige Partner, denn Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel können nur gemeinsam gelingen“, schloss die Ministerin.

s. Pressemitteilung  „146 Landkreise und Kommunen bekennen sich zum Klimaschutz“ |

Mehr Infos zu den hessischen Klima-Kommunen: »www.100kommunen.hessennachhaltig.de

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Wetter: Lokale Energiepolitik gegen alle Vernunft

Der BI Windkraft Wetter ist es gelungen, lokale Politiker für den populären Kurs „Nicht vor meiner Haustür“ einzunehmen. Mit dieser werden derzeit in ganz Deutschland neue Straßen, Kindergärten, Gewerbegebiete und eben auch Windkraftanlagen verhindert.

Bei der B252 neu sind in Wetter viele zu spät aufgestanden. Lange nach der Planfeststellung merkten einige vor Ort, dass die Verlagerung der Straße in Wetter weg vom Gewerbe, hin zu den Wohngebieten gleichermaßen nicht gut für Bürger und Gewerbetreibende ist.

Hier gab es gute Argumente für eine konstruktive Begleitung des Vorhabens. Doch bei Windkraft und Regionalplan sieht es anders aus. Wer sich intensiv mit der Umsetzung von Windkraftanlagen in der heutigen Zeit beschäftigt, weiß, dass fast jeder Aspekt mehrfach geprüft wird.

Dazu gehören Auflagen von Sichtbeziehungen zu Denkmalen genauso wie die Windhöffigkeit des Standortes. Insbesondere die Genehmigungsbehörde und die Banken wollen Belege meist doppelt und dreifach, dazu nach sehr genau festgelegten Standards. Auch der Hersteller will keine Millionen teuren Anlagen an einen Projektierer liefern, der dann seine Rechnung nicht  begleichen kann, weil er sich verkalkuliert hat.

Daher ist die Unterstellung der BI Windkraft Wetter, die sich immer noch das Label „konstruktiv zu sein“ anheftet, wie schon mehrfach festgestellt, unsinnig, das Regierungspräsidium Gießen würde keinen Beitrag zur Energiewende leisten „sondern [] ein Millionengrab für industrielle Abschreibungsobjekte [schaffen].“

Die Windhöffigkeit für den Teilregionalplan wurde nach festgelegten Standards geprüft und die Hürde welche Flächen in den Plan überhaupt aufgenommen werden, ist sehr hoch, für viele kommunale und Bürgerenergieprojekte zu hoch. Das Windgutachten, das Wetter vorgelegt hat, genügt nicht diesen Standards, mag aber dennoch richtig sein. Doch unsinnig und rein populistisch ist es, öffentlich zu behaupten, dass die „Regionalversammlung und das Regierungspräsidium Gießen vier Jahre lang auf einen Plan hingearbeitet habe[n], der am Ende Flächen enthält, auf denen erwiesenermaßen kein Wind weht.“

Es schafft kein Vertrauen in unsere Kommunalpolitik, dass sich lokale Politiker für solche Aussagen hergeben, die anderen Politikern Lug und Trug, gar bewusstes Schädigen der Allgemeinheit unterstellen. Doch viel wichtiger ist es, dass jeder Investor mit dem Klammerbeutel gepudert wäre, wenn er nicht aufgrund dieses Wetteraner Gutachtens nicht die Windhöffigkeit im eigenen unternehmerischen Interesse nicht noch gründlicher überprüft, als ohnehin von Genehmigungsbehörde und Banken verlangt wird. Nur das eigene Gutachten gelten zu lassen, ist genauso albern, wie per se Investoren Dummheit und kriminelle Absichten zu unterstellen.

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Ressourcen schonen spart Energie

Hello world!

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