1. Januar 2011, 10:40 Uhr

Die Auseinandersetzung mit sogenannten Klimaskeptikern gehört zum Alltag vieler Naturwissenschaftler, der sich mit diesem Thema auseinandersetzenden Disziplinen.  Seitdem die Klimaforschung  vor rund 20 Jahren nach und nach zu einer sicheren gemeinsamen Basis  für wichtige Grundaussagen gelangt ist, melden sich auch die zu Wort, die den menschlichen Einfluss auf das Klima abstreiten oder als unproblematisch erachten. Anfangs gab es unter den Journalisten wenige Experten, so dass durch die paritätische Besetzung von Diskussionsrunden eine Scheinobjektivität herstellte. Durch die ausdauernde Aufklärung von Wissenschaftlern, wie u.a. die der Klimaforscher der ETH Zürich, konnte mittlerweile hier viele Argumente als unwissenschaftlich widerlegt werden.

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24. Oktober 2010, 21:07 Uhr

Die wohl wichtigste Methode der professionell agierenden Umweltskeptiker ist das Säen von Zweifel. Mitte September hatte der langjährige Zweifelsäer Fred Singer dazu Gelegenheit bei einer Diskussionsrunde über den Klimawandel von FDP-Abgeordneten im Bundestag. Wie amerikanische Wissenschaftler und Journalisten (s. u.a. Guardian, Newsweek) seit vielen Jahren dokumentieren, liefern konservative Think-Tanks und deren Geldgeber hierzu das nötige Material. Dazu gibt es genügend freiwillige Helfer bei der Verbreitung dieser Junk-Science-Veröffentlichungen. Dass diese im Gegensatz zu eigenen Instituten nicht immer die Strategiewechsel der Auftraggeber nachvollziehen, ist eine amüsante Begleiterscheinung.

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22. Oktober 2010, 21:26 Uhr

Einweihung eines Heimkraftwerkes mit Brennstoffzelle, Oktober 2010Kraftwärmekopplung stellt eine wesentliche Effizienzsteigerung bei der Nutzung der verfügbaren Ressourcen dar. Vor allem in drei Bereichen kann im Sinne der Wirtschaftlichkeit und der Reduzierung des CO2-Ausstoßes ein geringer Wirkungsgrad auf Dauer nicht hingenommen werden: Zum einen darf bei der Stromerzeugung in Großkraftwerken nicht 2/3 der Energie durch Kühltürme nutzlos verpuffen. Des Weiteren muss in den Heizungskellern die kinetische Energie nutzbar gemacht werden. Und schließlich bei aller Leistungssteigerung unserer Kraftfahrzeugmotoren in den letzten Jahren: Verbrennungsmotoren nutzen die Energie in den Treibstoffen ebenfalls nur zu einem kleinen Teil. Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten nun intensiv daran, aus dieser Ausgangslage das Beste zu machen, indem möglichst viel an Wärme und Kraft für uns nutzbar gemacht werden.

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17. Oktober 2010, 12:26 Uhr

Mittelrhein - Deutsches Eck bei Koblenz, Bild: Holger Weinandt, Wikipedia

Die Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR) hat in dem Projekt “RheinBlick2050″ die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf den Rhein etwa mit extremen Niedrig- und Hochwassern   untersucht. Seit Anfang 2008 haben in dieser international besetzten Gruppe von Hydrologen und Meteorologen  an der Fragestellung gearbeitet, wie sich ein zukünftiger Klimawandel auf das Abflussverhalten des Rheins und seiner großen Nebenflüsse auswirken könnte.  Die Ergebnisse werden derzeit im Rahmen eines internationalen Kolloquiums am 13. und 14. Oktober im Bonner Uni-Club vorgestellt.

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16. Oktober 2010, 14:09 Uhr

Das laute Wehklagen über unterdrückte Meinungen verleitet vor allem öffentlich-rechtliche Medien und Institute  immer wieder dazu, im Übermaß ihre Pforten für deren Vertreter zu öffnen. Minderheitsmeinungen von Politikern, Unternehmern und Wissenschaftlern haben so oftmals ein Forum, das nicht ihrer Bedeutung in der jeweiligen Zunft entspricht. Den Meinungsäußerungen gemäßigter Rechtspopulisten, sogenannter Klimaskeptiker, religöser Fundamentalisten u.ä. Gruppierungen wird dabei nicht selten soviel Raum eingeräumt, wie der Position der großen Mehrheit der Experten. Mit diesem scheinbar ausgeglichenen Verhältnis wollen Medienschaffende den Vorwurf der Wehklagenden ausräumen, dass durch eine Verschwörung der Mehrheitsgesellschaft deren Meinung unterdrückt wird.

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15. Oktober 2010, 20:03 Uhr

Der Träger des Alternativen Nobelpreises ist am Donnerstag im Alter von 66 Jahren in Berlin gestorben.  Sein Tod löst über alle Partei- und Landesgrenzen hinweg Bestürzung aus. Bundestagspräsident Lammert würdigt Hermann Scheer als herausragenden Parlamentarier. Der energiepolitischer Vordenker war international als Sachpolitiker und Kämpfer für die Nutzung Erneuerbarer Energie hoch geschätzt und anerkannt.

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2. September 2010, 11:00 Uhr

Anlässlich der heutigen 2. Anpassungskonferenz des Umweltbundesamtes am 2. September 2010 in Dessau haben Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt in einer gemeinsamen Presseinformation auf die Notwendigkeit zur frühzeitigen Anpassung an extreme Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels hingewiesen. Prof. Dr. Gerhard Adrian wird in seiner Rede auf dem Kongress die Gründe für die Notwendigkeit zur Anpassung näher erläutern.

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14. August 2010, 18:15 Uhr

Die globale Erwärmung lässt die Sahara ergrünen. Die Anzeichen mehren sich, dass die globale Erwärmung wieder mehr Regenwolken in die zentrale Sahara bringt. In den letzten Sommern hat ergiebiger Niederschlag die Wadis mehrere Meter unter Wasser gesetzt. Schon früh hatten Klimamodelle gezeigt, dass die Sahara zu den Profiteuren des Klimawandels gehören könnte. Durch die sich verändernden Meeresströmungen und den sich in der Foge verlagernden Monsungürtels nach Norden, wäre es möglich, dass sich die Klimageschichte für diese Region wiederholt: Die Sahara könnte wieder so grün werden wie letztmals im fünften Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Doch Vorsicht ist geboten: die Bedingungen sind nicht identisch und der Wasserverbrauch aus alten natürlichen Wasserspeichern ist immens.

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1. August 2010, 19:53 Uhr

Aufnahme des Esa-Satelliten Envisat vom 29. Juli 2010Der Rauch von brennenden Torfmooren und Wäldern in der Nähe von Moskau illustriert derzeit die Berichte  über die extremste Hitzeperiode Russlands seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen. Seit Wochen schon hat Russland mit einer schweren Trockenheit zu kämpfen. Die Bilder aus dem All lassen erkennen, dass die Waldbrand-Situation in der Region um Moskau tatsächlich dramatische Ausmaße angenommen hat.

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28. Juli 2010, 13:13 Uhr

Überschwemmungen in China,  Kälte in Südamerika und Hitze in Russland, die Medien sind angefüllt mit besonderen Wetterereignissen. Nicht nur aktuell, sondern seit Monaten: Der kalte Winter in Mitteleuropa, die Hitzewelle in Südamerika, die Überschwemmungen in vielen europäischen Ländern im Frühjahr und dann zuletzt die Hitzewelle in Deutschland. Zumeist sind diese Meldungen mit einem dramatischen Prä- oder Suffix, wie Rekord, Jahrhundert, Extrem oder Katastrophe versehen. Nun also die wahrscheinlich seit 1998 extremste Kältewelle in Südamerika, die größten Überschwemmungen in Chnas ebenfalls wohl seit 1998 und eine Jahrhunderthitze in Russland, die stärkste seit Aufzeichnungsbeginn. Dies führt natürlich sofort dazu, dass das eine als Beleg für und das andere gegen den Klimawandel verwandt wird. Lokales Wettergeschehen, wie der relativ kalte Winter in Deutschland löst einen Reflex aus: das kann doch bei einer Globalen Erwärmung nicht sein!

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