Rotmilane und Schwarzstörche an Windkraftanlagen

Im Landesplanungsportal von Hessen sind neue Gutachten zum Flugverhalten Rotmilane und Schwarzstörche an Windkraftanlagen zu finden. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) führt seit April 2016 gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) sowie der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland Untersuchungen zum Flugverhalten der Arten Rotmilan und Schwarzstorch durch. Betrachtet wird das Flugverhalten beider Arten in Abhängigkeit von der Witterung und Landnutzung. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf der Analyse des Flugverhaltens im Bereich nahe gelegener Windparks.

Durch diese Gutachten hat sich erneut bestätigt, was viele Vogelschutzexperten schon seit Jahren berichten. Zum einen, dass der Schwarzstorch durch Windenergieanlagen (WEA) gar nicht gefährdet ist und zum anderen, dass sich Rotmilane vergleichsweise schnell an die neuen Bauwerke gewöhnen. Die Population der Rotmilane ist parallel zum Bau von WEA in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Gerade im Vogelsberg mit der größetn Dichte und dem längsten beobachtungszeitraum lässt sich dies beeindruckend aufzeigen. Die Gefährdung der Rotmilane liegt, wie bei vielen Zugvogelarten, in den jeweiligen Sommerquartieren. Bei uns ist wiederum der Verkehr. Vogelschlag findet an Autos und Zügen, an Hochspannungleitungen und Bauwerken an sich statt.

s. auch das Marburger Uni-Projekt „Rotmilane in Hessen“, dass über die Bewegungsökologie der roten Gabelweihe informiert.

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Ein Kommentar zu Rotmilane und Schwarzstörche an Windkraftanlagen

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