Es wäre ehrlicher, sich von den Klimazielen völlig zu verabschieden

So titelt die WELT über einen Artikel des Wirtschaftsredakteur zu der Ausrichtung der neuen Bundesregierung bei Klimaschutz und Erneuerbaren Energien. Er konstatiert, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das einst die Initialzündung der Energiewende lieferte, zum Bremsklotz geworden sei. Es brauche neue Klimaschutzinstrumente und eine neue Art der Finanzierung und dass darüber in der Wissenschaft weitgehend Einigkeit herrsche.

Das Fazit dieser guten Analyse: „Erreichbar sind die 2030er-Klimaziele offensichtlich nur, wenn die Politik praktisch sofort zu den härtesten Einschnitten, Verboten und Milliardenausgaben bereit und in der Lage wäre. Es geht um Strom- und Benzinpreise, Abgaben und Vorschriften in einer ganz neuen Dimension. Ein Politiker aber, der bereit wäre, sich mit Autofahrern, Vielfliegern, Stromkunden, Hausbesitzern, Mietern, Industrie und Gewerbe gleichzeitig anzulegen, ist nirgendwo zu sehen. Es wird ihn auch nie geben.

Es ist ein Gebot des politischen Realismus, sich der Erkenntnis zu stellen, dass nationale Alleingänge im Klimaschutz praktisch aussichtslos sind. Die Machbarkeitsrhetorik der Politik hat in der Regel keine realistische Grundlage. Die Ausweitung und Intensivierung des durchaus erfolgreichen europäischen Emissionshandels bleibt die einzige Hoffnung im Klimaschutz. Der freie Handel mit CO2-Berechtigungen ersetzt die Entscheidungen überforderter Einzelner durch die Schwarmintelligenz des Marktes. Klimaschutz wird international organisiert – oder gar nicht.“ Den ganzen Artikel der WELT hat das Portal XING als lesenswert verlinkt.

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