Die Finanziers der Klimaleugner

Die vielfältigen Verflechtungen von Leugnern des menschengemachten Klimawandels mit den Unternehmen der fossilen Industrie, insbesondere Exxon (mehr hier) und den milliardenschweren Koch-Brüdern in den USA (Koch Industries) sind hinreichend dokumentiert. Eindrucksvoll ist hierzu auch der Bericht in Forbes: Oil And Gas Giants Spend Millions Lobbying To Block Climate Change Policies.

In Europa hat die US-amerikanische Organisation „Committee for a Constructive Tomorrow“ (CFACT) eine Niederlassung, die organisatorisch und personell eng mit dem Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) verknüpft. EIKE kooperiert auch mit dem Heartland Institute, was schon seit der Bestreitung des Schädlichkeit des Rauchens mit der Diskreditierung von Wissenschaftlern und Platzierung von alternativen Fakten Erfahrung hat. Es wird wie fast 100 weitere Institute mit ähnlicher Zielsetzung von Koch Industries finanziell bedacht.

Hauptzweck von EIKE und CFACT ist es im Interesse ihrer Spender den menschengemachten Klimawandel zu leugnen, den Einsatz von regenerativen Energien, und anderer Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zu diffamieren und zu bekämpfen. Eng verbandelt sind diese Organisationen auch mit rechtspopulistischen und neoliberalen Parteien.

Eine der größten Erfolge hatten diese mit der Schaffung eines bundesweite Netzwerkes von Antiwindkraft-BIs. In diesem werden Info- und Kampagnenmaterialien von Büchern über Plakate bis Webseiten-Bausteine vermittelt und ausgetauscht, u.a. das Buch „Strom ist nicht gleich Strom – Warum die Energiewende nicht gelingen kann“ von Michael Limburg (EIKE-Vizepräsident und AfD-Mitglied) und Fred F. Mueller, herausgegeben von EIKE.

Wer mehr hierzu erfahren will, sei dass Buch hierzu von Mann/Tolles empfohen. Aus der Besprechung des Buches „Der Tollhauseffekt“ in Spektrum: Die Realität als Feind – Wie Klimawandel-Leugner gegen Tatsachen kämpfen: „Sie verunglimpfen den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn an sich, um dem Publikum weiszumachen, es gebe keine Tatsachen, auf deren Grundlage zu debattieren ist. Das richtet sich direkt gegen Evidenz und Empirie und ist deshalb wissenschaftsfeindlich und nicht, wie es oft beschönigend heißt, »wissenschaftsskeptisch«. Es ist eine Tatsachenfeindlichkeit, die die Basis der Verständigung zerstört – bis an den Punkt, an dem Kommunikation nicht mehr möglich ist. „

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