Ökostrom wird immer billiger

Nur rund 2,5 Ct werden vom Strompreis für die Erzeugung des Ökostroms gezahlt, der mittlerweile 27% des Gesamtstroms ausmacht. Der billige dezentrale Ökostrom macht dutzende Großkraftwerke unrentabel. Die vor der Bundestagswahl besonders erhöhte EEG-Umlage, um eine Rücklage aufzubauen, hat zu einer Millliarden Rücklage geführt, so dass diese nun 2015 zum Ausgleich erstmals abgesenkt wird. All dies zeigt, dass all die Instrumente der Energiewende bisher bestens funktioniert haben.

Ob der nun erfolgte Umbau der Fördersystematik im EEG  die Energiewende weiterbringt oder wie befürchtet abbremst, wird sich zeigen. Der Strompreis wird jedenfalls deutlich mehr durch Strom- und Mehrwertsteuer, durch die Offshore-Haftungs- und die Abschaltumlage belastet. Wesentliche Kostenfaktoren sind auch der Rückgang der Börsenstrompreise und die Befreiung der stromintensiven Industrie von der Umlage. Da bei den Erneuerbaren Energien alle Förderungen im Strompreis ausgewiesen sind, aber nicht bei Kohle- und Kernenergie, stehen die Erneuerbaren bei jeder Strompreiserhöhung am Pranger, auch wenn sie zum kleineren Teil dazu beitragen.

Dabei ist in Spanien, Italien und in den skandinavischen Ländern der Strompreis höher und Nachbarländer Deutschlands, wie die Niederlande beklagen, dass er für deutsche Unternehmen seit Jahren sinkt. Auch die Reform hat weder am Kreis der privilegierten Unternehmen, noch an der Höhe der Befreiung viel geändert. Die gut fünf Milliarden Euro, von denen die Industrie freigestellt ist, werden nach wie vor von den kleinen Unternehmen, den Gewerbetreibenden und den privaten Verbrauchern getragen.

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