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	<title>mYen - Meinel Energy Consult &#187; Arktik</title>
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		<title>Nordostpassage befahrbar</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 02:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meinel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimaforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Der seit 30 Jahren bestehende Trend zu einem stärkeren Rückzug des arktischen Meereises im Sommer ermöglichte nunmehr zwei Handelsschiffen erstmals die Befahrung der Nordostpassage, um Schwergut nach Sibirien zu bringen. Seit dem Rekordjahr 2007 befürchten Forscher, dass es nicht mehr lange dauert, bis der arktische Ozean eisfrei ist. Nach einer aktuellen Forschungsergebnissen erwärmt sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: normal; font-family: trebuchet ms; font-size: small;"><img class="alignright size-full wp-image-122" title="Globale Erwärmung" src="http://www.myen.eu/wp-content/uploads/2010/01/agw_2008.jpg" alt="Globale Erwärmung" width="233" height="271" /><em>Der seit 30 Jahren bestehende Trend zu einem stärkeren Rückzug des arktischen Meereises im Sommer ermöglichte nunmehr zwei Handelsschiffen erstmals die Befahrung der Nordostpassage, um Schwergut nach Sibirien zu bringen. Seit dem Rekordjahr 2007 befürchten Forscher, dass es nicht mehr lange dauert, bis der arktische Ozean eisfrei ist. Nach einer aktuellen Forschungsergebnissen erwärmt sich die Arktis zwei bis drei mal so schnell wie der Rest der Welt. Seit Mitte Juni befindet sich ein Forscherteam in der Arktis und untersucht den Einfluss des Klimawandels auf Gletscher und Eisschmelze. Seit einiger wird besonders </em></span><em><span style="font-weight: normal; font-family: trebuchet ms; font-size: small;">aufmerksam der „Schmierfilm</span><span style="font-family: trebuchet ms; font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">“ beobachtet, auf dem die Eisschilde Richtung Meer rutschen können. Offenbar ziehen sich mittlerweile </span></span><span style="font-family: trebuchet ms; font-size: small;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-weight: normal;">geschmolzene Zonen weit in das grönländische Inlandeis hinein. Ein Instabilwerden der betroffenen Gletscher könnte das </span><span style="font-weight: normal;">Nachrutschen enormer Massen von grönländischem Inlandeis zur Folge haben. Zudem könnte eine </span></span><span style="font-weight: normal;">„</span></span><span style="font-weight: normal; font-family: trebuchet ms; font-size: small;">Gletscherschmelze von unten“ zehn- bis 20-mal stärker sein als die Schmelze, die durch die Erwärmung der Oberfläche verursacht wird.Schon 2020 könnte der arktische Ozean daher im Sommer eisfrei sein, befürchtet Peter Wadhams von der Universität Cambridge.</span></em></p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: trebuchet ms;"><span id="more-121"></span>Arktis erwärmt sich schneller als der der Rest vom Planeten</h3>
<p><span style="font-family: trebuchet ms;">Was durch die immer häufiger frei werdenden Nordost- und Nordwestpassagen und den Vergleich der Ausdehnung der arktischen Eisfläche der letzten zu den früheren Jahren offensichtlich ist und die Reedereien und die Erdöl- und Erdgassucher erfreut, ist dennoch das Ergebnis eines komplexen Wechselspiels vieler Faktoren. Derzeit müsste sich die Arktis eigentlich abkühlen, das sich die Erdbahn aufgrund eines natürlichen Zyklus weiter von der Sonne entfernt. Sie empfängt daher von ihr kontinuierlich weniger Strahlungsenergie. Dennoch kühlt sich die Arktis seit 100 Jahren nicht mehr weiter ab, sondern erwärmt sich im Gegenteil überdurchschnittlich stark. Damit wurde ein Trend unterbrochen, der vor seit rund 2.000 Jahren durch Eisbohrkerne belegt ist, aber schon weitaus länger besteht und auch noch hätte andauern müssen. Seit etwa 8.000 Jahren erhält die Arktis immer weniger Sonnenenergie im Sommer. Bis sich die Erde in 4.000 Jahren der Sonne wieder annähert, wird sich dies fortsetzen, so Geowissenschaftler des US-amerikanischen <a href="http://www.ncar.ucar.edu/" target="_blank">National Center for Atmospheric Research</a></span><span style="font-family: trebuchet ms;">.<br />
Die Arktis heizt sich dreimal so schnell auf wie der Rest des Planeten, obwohl sich die Erde derzeit im Durchschnitt rund eine Million Kilometer weiter entfernt von unserem Zentralgestirn befindet als im Jahr null. Dies scheint darin begründet,</span><span style="font-family: trebuchet ms;"> dass sich die Erwärmung über verschiedene Rückkopplungseffekte zusätzlich selbst verstärkt: Weniger Schnee und Meereis sorgen dafür, dass mehr dunkler Boden beziehungsweise Ozean zum Vorschein kommen. Sie reflektieren somit weniger Sonnenstrahlung ins All und speichern diese stattdessen als Wärmeenergie, was das Abtauen und den Temperaturanstieg zunehmend beschleunigen</span><span style="font-family: trebuchet ms;">.</span></p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: trebuchet ms;">Frachter durchqueren Nordostpassage und erreichen Hafen im Ob-Delta</h3>
<p><span style="font-family: trebuchet ms;">Die Wirkung dieser Wechselwirkungen können nun immer häufiger Forscher und Seeleute hautnah erleben, die nicht auf einem Eisbrecher unterwegs sind. Im letzten Jahr durchfuhr das <a href="http://idw-online.de/pages/de/news274422">Forschungsschiff Polarstern erstmals die Nordwestpassage</a>.  Nunmehr ist die Weltpremiere geglückt und auch die Nordostpassage ist durch zwei Handelsschiffe durchfahren worden. Wie die </span><span style="font-family: trebuchet ms;">Bremer Projekt- und Schwergutreederei Beluga Shipping GmbH mitteilt haben d</span><span style="font-family: trebuchet ms;">ie beiden Mehrzweck-Schwergutfrachter MS „Beluga Fraternity“ und MS „Beluga Foresight“</span><span style="font-family: trebuchet ms;"> </span><span style="font-family: trebuchet ms;">ihr Ziel in Sibirien sicher erreicht. Binnen weniger Stunden ankerten am Montag, 07. September 2009 die mit schweren Kraftwerksmodulen beladenen Schiffe in Novyy Port / Yamburg im Delta des Flusses Ob. Damit ist es der Bremer Projekt- und Schwergutreederei Beluga Shipping GmbH erstmals gelungen, zwei Handelsschiffe durch die lange Zeit undurchdringbare Nordostpassage von Asien nach Europa fahren zu lassen.</span></p>
<p><span style="font-family: trebuchet ms;">Das MS „Beluga Fraternity“ war am 23. Juli, das Schwesterschiff MS „Beluga Foresight“ fünf Tage später aus Ulsan, Südkorea, in See gestochen, um über die Kontrollstelle in Wladiwostok in den so genannten Nördlichen Seeweg einzufahren und die Projektladung so weit in das Zielgebiet hinein zu transportieren, wie dieses zuvor keinem anderen Handelsschiff möglich gewesen ist. Nun werden die insgesamt 44 Ladungsteile mit Einzelgewichten von 200 Tonnen und mehr mit dem bordeigenen Krangeschirr offshore auf Bargen umgeladen und nach Surgut befördert. Im Anschluss werden beide Schiffe via Murmansk nach Europa reisen, um in Rotterdam die je noch an Bord befindlichen 3.500 Frachttonnen Konstruktionsteile sowie Kisten und Kästen sicher abzuliefern, teilt die Reederei in Ihrer <a href="http://www.beluga-group.com/de/#Aktuelles-Aktuelles">Pressemitteilung</a> mit.</span><span style="font-family: trebuchet ms;"> </span></p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: trebuchet ms;">Arktis reagiert am empfindlichsten auf den Klimawandel</h3>
<p><span style="font-family: trebuchet ms;">So erfreulich einerseits die ernorme Energieensparung ist, die künftig durch diese kürzeren Seewege erreicht werden kann, so unerfreulich sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Natur, die b</span><span style="font-family: trebuchet ms;">ereits heute Wissenschaftler </span><span style="font-family: trebuchet ms;">zwischen Alaska und Spitzbergen deutlich </span><span style="font-family: trebuchet ms;">feststellen </span><span style="font-family: trebuchet ms;">können</span><span style="font-family: trebuchet ms;">. </span> <span style="font-family: trebuchet ms;">Die Auswirkungen des Klimawandels auf die unterschiedlichsten Arten festgestellt an Pflanzen, Insekten, Vögel und Säugetiere wurden vor kurzem von ein internationales Forscherteam dokumentiert. Und die </span><span style="font-family: trebuchet ms;">Veränderungen scheinen schneller und umfassender zu sein, als erwartet</span><span style="font-family: trebuchet ms;">. &#8220;Die Arktis, wie wir sie kennen, könnte bald der Vergangenheit angehören&#8221;, sagt der amerikanische Biologe Eric Post </span><a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.bio.psu.edu/people/faculty/post/Eric%20Post.html">von der Pennsylvania State University</a><span style="font-family: trebuchet ms;"> der über das arktische Ökosystem forscht.</span></p>
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