30 Jahre Tschernobyl

Dokumentationen zeigen dieser Tage das ganze Elend, in das hundertausende Menschen vor Ort der Reaktorkatastrophe, Bewohner der Region und die sog. Liquidatoren gestürzt wurden.  Menschen starben, verloren Hab und Gut, Angehörige und Nachbarn. Ihre Kinder wurden tot oder mit Missbildungen oder Erkrankungen geboren.

Und auch im übrigen Europa sind die Auswirkungen bis heute messbar. Eines der wichtigesten radiaktoven Isotope, Cäsium 137 ist gerade mal zur Hälfte zerfallen. Das bedeutet aufgrund der ungleichen Verteilung auch bei uns, dass manche Regionen mit doppelt oder mehrfach so hoher Belastung nun immer noch so stark belastet sind, wie vor 30 Jahre andere. In Bayern ist dadurch Wild iocht selten so gefährlich wie nach dem Reaktorunfall oder Wildpilze aus Polen.

Schon vor Tschernobyl waren Reaktorneubauten ohne staatliche Förderung in den Ländern mit hohen Sicherheitsstandards unwirtschaftlich. Doch nach Jahrzehnten von Planung und Bauzeit wurden noch einige zu Ende gebaut, andere sind faktisch Bauruinen. Es gibt kein sicheres Endlager auf der Welt für hochradioaktiven Abfall und das Restrisiko ist angesichts solcher Katastrophen wie auch in Fukishima untragbar. Dennoch scheinen manche Politiker dies nicht wahrhaben zu wollen.

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