5 Jahre nach der Katastrophe in Fukushima

Am 11. März 2016 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal, am 26. April ist der GAU von Tschernobyl 30 Jahre her.

Zwei weiträumige Regionen sind durch diese Unfälle dauerhaft radioaktiv verseucht und unbewohnbar geworden. Mit dem Zurückkehren der Menschen um die jeweiligen Sperrzonen herum, ist eine Scheinnormalität eingekehrt, die darüber hinwegtäuscht, dass dennoch viele ihre Heimat verloren haben und manche heute noch gezwungen sind, in Angst, Unsicherheit und Aussichtslosigkeit zu leben.

Zudem kosten beide Katastrophen noch heute die Allgemeinheit jährlich zig Millionen und kein Ende ist in Sicht. Deutschland hat zwar nach dem 11. März 2011 den Atomausstieg beschlossen, aber noch immer sind acht Atommeiler am Netz. In unseren Nachbarländern sind es noch viel mehr, neun davon stehen an der deutschen Grenze. Nach wie vor weiß keiner, wo der radioaktive Müll hin soll – und täglich kommt neuer hinzu. Und dieses unveranwortliche Verhalten wird seit 50 Jahren weltweit praktiziert.

Die Fertigstellung neuer als sicher deklarierte Reaktoren in Frankreich und Finnland sind Jahre überfällig und ein Vielfaches teurer als geplant, so dass deren Strom deutlich teurer als moderner Solar- und Windkraftwerke wird, wenn sie denn irgendwann welchen produzieren. Auch GB will seinen Bürgern den Strom aus neuen Reaktoren teurer verkaufen, als der aus regenerativen Quellen, nur um wieder in den Kernenergie einzusteigen.

Wie kann es sein, dass diese Regierungen, wie übrigens auch die japanische, entgegen aller Vernunft am Atomkurs festhält? Ist die Lobbyarbeit von Großkonzernen bei den Regierungen und der Stimmungsmache so erfolgreich? Es liegt offenbar noch ein harter und steiniger Weg vor all jenen, die weg von der Umweltzerstörung durch Atomkraft und Kohle, Erdgas und Erdöl durch eine Energiewende wollen.

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